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Phishing-Mails erkennen: Wie ein einziger Klick Ihren PC kompromittieren kann

Bei Com­put­er­held sehen wir uns immer häu­figer mit Schlag­worten wie Iden­titäts­dieb­stahl, Online-Kon­tenver­lust und Sex­tor­tion kon­fron­tiert. Die meis­ten Fälle wan­dern direkt zur Polizei — wir kön­nen nur bei der Präven­tion helfen. Das ist in Linz und Umge­bung auch bit­ter nötig. Denn obwohl sich laut ein­er Bitkom-Studie 93 % der Men­schen im Inter­net bedro­ht¹ fühlen, lässt sich das Sicher­heit­skonzept pri­vater Lap­tops und Desk­top-PCs oft nur so beschreiben: Katas­tro­phe. Statt echter Sicher­heitsstrate­gie wird im Media­Markt eine Abokarte für McAfee, Nor­ton 360 und WinZip Mal­ware Pro­tec­tor gekauft. „Ein Dri­ver Helper und Sys­tem­clean­er kann auch nicht schaden“, denkt man sich – und instal­liert gle­ich noch mehr Soft­ware oben­drauf. Das Ergeb­nis: Ein ohne­hin schon zugemülltes Win­dows-Sys­tem, auf dem mehrere Secu­ri­ty-Pro­gramme par­al­lel laufen – ohne das eigentliche Haupt­prob­lem zu lösen. Phish­ing.

Sascha Vetter (Systemadministrator) ist technischer Leiter von Computerheld Linz. Die Grafik zeigt erfolgreiche Cyberattacken in Österreich. 67 % der erfolgreichen Angriffe auf Privatpersonen lassen sich auf Phishing-Mails zurückführen. Das ist ein Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2025. Damit sind gefälschte E-Mails das größte Sicherheitsrisiko in Linz und Umgebung. Zum Glück können PC-Vor-Ort-Dienste wie Computerheld Linz die Gefahr eindämmen, indem sie Windows-Systeme nachhaltig härten. In Kooperation mit dem BSI und Jörg Schneider

Für Pri­vat­per­so­n­en ist die Inter­ak­tion mit manip­ulierten E‑Mails nach wie vor die häu­fig­ste Ursache für kom­pro­mit­tierte Sys­teme. Und die Lage ver­schärft sich weit­er: Durch den Ein­satz von KI lassen sich Phish­ing-Mails heute immer schw­er­er von echt­en Nachricht­en unter­schei­den. Die entschei­dende Stelle ist dabei nicht der Viren­scan­ner, son­dern das E‑Mail-Pro­gramm selb­st – in der Regel Microsoft Out­look oder Mozil­la Thun­der­bird. Genau hier entschei­det sich, ob ein Cyberan­griff erfol­gre­ich ist oder rechtzeit­ig erkan­nt wird.

🦠 Opfer sind ganz nor­male Anwen­der

Bere­its im Jahr 2024 waren 36 % der öster­re­ichis­chen Pri­vat­per­so­n­en von einem Cyber-Sicher­heitsvor­fall betrof­fen. Der durch­schnit­tliche Schaden lag bei rund 335 Euro² pro Per­son. Mit dem Ein­satz mod­ern­er KI-Tech­nolo­gien steigt die Zahl der erfol­gre­ichen Angriffe weit­er an.


Kundin 📱 (kurz ange­bun­den): „Hal­lo, ken­nen Sie sich mit Spam- und Phish­ing-Mails aus?“

Ich 📱 (Fris­bee im Hum­mel­hofwald): „Grüß Gott, ja – bei­des ein ziem­lich­es Ärg­er­nis.“

Kundin: „Ich bin Gast­wirtin und bekomme am Tag ungel­o­gen bis zu 800 E‑Mails auf meine GMX-Adresse. Der Com­put­er wird auch vom Per­son­al genutzt – für Reservierungs-Eingänge, Bestel­lun­gen, etc.“

Das Bild ist im Comic-Stil als geteilte Szene aufgebaut. Links sieht man eine Gastwirtin in einem gemütlichen, rustikalen Wirtshaus in Linz. Sie trägt Dirndl, steht zwischen Holztischen und warmem Licht und telefoniert mit besorgtem Gesichtsausdruck. In ihrer Sprechblase steht „Spam? Phishing!“. Die Situation wirkt hektisch und leicht überfordernd – genau wie ihr E-Mail-Postfach. Rechts – aus Sicht des Betrachters – zu sehen: Veronika Helga Vetter. Sie befindet sich draußen im Grünen, vermutlich im Hummelhofwald, sportlich gekleidet und in Bewegung. Während sie telefoniert, wirft sie gleichzeitig eine Frisbee. Ihre Haltung ist locker, kontrolliert und selbstbewusst. In deiner Sprechblase steht „Machen wir!“. Der Kontrast ist bewusst stark gewählt: Links Problem, Unsicherheit und Stress – rechts Lösung, Ruhe und Kompetenz.

Ich (ins Wort fal­l­end): „Und Sie haben jet­zt Sorge, dass eine Phish­ing-Mail durchrutscht und Ihnen das ganze Sys­tem lahm­legt – oder Sie ein­fach nicht mehr jeden Tag 800 Mails löschen wollen. Ver­ste­he ich. Da kann man tat­säch­lich rel­a­tiv gut gegen­s­teuern.“

Kundin 🤔 (unsich­er): „Ich will aber kein neues Pro­gramm kaufen oder ein Abo abschließen. Meine GMX-Adresse ist über 20 Jahre alt – die kann ich nicht ein­fach wech­seln, die ken­nt jed­er. Und ich nutze Thun­der­bird als Mail­pro­gramm … das ist wahrschein­lich alles nicht ide­al.“

Ich: „Doch, genau das ist die richtige Basis. Ein Mail­pro­gramm und ein aktuelles Win­dows – mehr braucht es zunächst nicht.“

🦠 Leis­tung 86 Phish­ing-Schutz für E‑Mail (Out­look & Thun­der­bird)

Weniger Müll im Post­fach, deut­lich mehr Sicher­heit beim täglichen Arbeit­en – ohne Abo, ohne Zusatzpro­gramme.

Kundin: „Kann es sein, dass ich schon betrof­fen bin? Seit ein paar Wochen ist der PC extrem langsam. Wir fahren ihn schon gar nicht mehr herunter.“

Der Split-Screen zeigt einen realen Ablauf eines Phishing-Angriffs, wie er im Alltag tatsächlich passiert – Schritt für Schritt nachvollzogen in einer Testumgebung unter Windows 11 mit Outlook.Im oberen Bereich sieht man zunächst die Ausgangssituation: Eine scheinbar harmlose E-Mail in Outlook mit russischem Betreff („Данные для входа на сайт“ – übersetzt: Zugangsdaten für eine Website). Als Benutzername wird eine dubiose Webadresse angezeigt. Auffällig ist hier: Obwohl Absender, Sprache und Inhalt nicht zusammenpassen, reagiert Outlook nicht. Der enthaltene Link lässt sich ganz normal anklicken – keine Warnung, kein Blockieren. Nach dem Klick gelangt man auf eine täuschend echt gestaltete Login-Seite („Sign in to your account“). Das Perfide daran: Benutzername und Passwort sind bereits vorausgefüllt. Für viele Nutzer wirkt das vertrauenswürdig – nach dem Motto: „Das System kennt mich ja schon“. Tatsächlich wurden hier bereits im Hintergrund Daten vorbereitet oder abgegriffen. Der Benutzer klickt lediglich noch auf „Sign in“ – und bestätigt damit unbewusst den Angriff. Im dritten Bereich wird sichtbar, was parallel im Hintergrund passiert: Der Windows-Taskmanager zeigt den Browserprozess (Microsoft Edge), dessen Auslastung plötzlich stark ansteigt. Innerhalb dieses Prozesses läuft ein zusätzlicher Tab, der als „Bitcoin Mining“ erkennbar ist. Das bedeutet konkret: Der Rechner des Nutzers wird ohne dessen Wissen verwendet, um Kryptowährung für Dritte zu berechnen. Die CPU-Auslastung steigt deutlich an, das System wird langsamer – aber für den Nutzer wirkt es zunächst nur wie „der PC spinnt ein bisschen“. Wichtig dabei: Dieser gesamte Vorgang wird nicht als klassischer Virus erkannt. Warum? Weil der Nutzer den Prozess selbst gestartet hat – durch den Klick auf den Link und den Login. Für Windows, den Browser und auch den Virenscanner sieht das wie legitime Nutzung aus. Weder Microsoft Defender noch Outlook schlagen hier an. Im unteren Bereich zeigt sich die nächste Stufe des Angriffs: Nach kurzer Zeit öffnet sich ein weiteres Fenster mit einem Chatbot. Eine junge Frau wird als „Head of Payout Operations“ dargestellt und vermittelt den Eindruck, dass der Nutzer etwas gewonnen hat. Um die angebliche Auszahlung zu erhalten, sollen nun sensible Daten eingegeben werden – typischerweise PayPal-Zugangsdaten. An diesem Punkt wurde der Test bewusst abgebrochen. Was jedoch bleibt: Der Browser ist bereits belastet und teilweise kompromittiert. Das Mining läuft im Hintergrund weiter und verbraucht Ressourcen – selbst ohne weitere Interaktion. Kernaussage für den Leser: Ein Phishing-Angriff beginnt nicht mit einem Virus – sondern mit einem Klick. Und oft reicht dieser eine Klick bereits aus, damit im Hintergrund Prozesse starten, die weder sichtbar noch offensichtlich gefährlich wirken. Veronika Helga Vetter & Jörg Schneider Mai 2026
Die ersten zwei Teile eines erfol­gre­ichen Phish­ing-Angriffs. Wir haben absichtlich eine virtuelle Mas­chine kom­pro­mit­tiert — nicht nach­machen!

Ich: „Ja, ein langsames Sys­tem ist ein­er von mehreren Hin­weisen darauf, dass ein soge­nan­nter „leichter“ Phish­ing-Angriff bere­its erfol­gre­ich war. Sie klick­en einen Link in ein­er E‑Mail und lan­den auf ein­er Web­seite, auf der Sie irgen­deinen But­ton bestäti­gen sollen. In dem Moment, wo Sie das tun, ist Ihr Web­brows­er oft schon kom­pro­mit­tiert. Häu­fig startet im Hin­ter­grund ein Prozess, der Ressourcen für Bit­coin-Min­ing nutzt. Ihr PC arbeit­et dann unbe­merkt für ein fremdes Wal­let – und wird dadurch spür­bar langsamer.“

Kundin (ent­geis­tert): „Wahnsinn … das kön­nte bei uns tat­säch­lich der Fall sein.“

Ich: „Und das ist nur der erste Teil des Angriffs. Den kön­nen wir noch rel­a­tiv ein­fach beheben. Wenn man den Anweisun­gen weit­er fol­gt, geht es aber deut­lich tiefer. Irgend­wann lan­det man bei einem Chat­bot mit einem pro­fes­sionellen Pro­fil­bild. Dort wird dem Opfer erk­lärt, es hätte etwas gewon­nen – und soll zur Auszahlung seine Pay­Pal-Zugangs­dat­en eingeben. Wenn man diese Kette kom­plett durch­spielt, kann das im schlimm­sten Fall beim Down­load von Schad­soft­ware enden – bis hin zu Ran­somware, die das gesamte Sys­tem ver­schlüs­selt.“

Kundin 🤔 (neugierig): „Kommt das bei uns in Linz oft vor?“

Ich: „Sie wür­den nicht glauben, welche Schä­den wir bei unseren Mal­ware-Checks regelmäßig sehen und beheben. Aber ins Detail darf ich nicht gehen.“

Kundin 😅 (etwas schüchtern, wech­selt die Stimm­lage): „Ich sag’s ehrlich: Ich bin Bau­jahr 1969, geschieden und war län­gere Zeit auf Sin­gle­börsen unter­wegs. Da kom­men ständig E‑Mails, dass sich jemand mein Pro­fil ange­se­hen hat. Ich weiß eigentlich, dass das Fake ist … aber meine Kol­le­gen haben bes­timmt schon mal aus Neugi­er draufgek­lickt.“

Der Screenshot zeigt eine typische Phishing-Mail, wie sie täglich tausendfach im Posteingang landet – und auf den ersten Blick überraschend harmlos wirkt.Im oberen Bereich erkennt man den Absender: „NaughtyLina_x sender@expressremont-stiralka.ru “. Hier steckt bereits der erste klare Hinweis auf einen Betrugsversuch: Der angezeigte Name wirkt persönlich und vertraut („NaughtyLina_x“), während die tatsächliche Absenderadresse aus einer völlig fremden Domain stammt (.ru-Domain, thematisch nicht passend). Diese Diskrepanz ist ein klassisches Merkmal von Phishing-Mails. Der Betreff lautet: „💖 Jemand hat sich dein Profil angesehen 🌸“ Allein diese Formulierung ist bewusst emotional gewählt. Sie zielt direkt auf Neugier, Bestätigung und Aufmerksamkeit ab – insbesondere bei Personen, die bereits Kontakt mit Singlebörsen hatten oder aktuell aktiv sind. Genau diese Zielgruppe reagiert nachweislich häufiger auf solche Nachrichten. Im eigentlichen Mail-Inhalt wird der Empfänger persönlich angesprochen („Hallo bigsash007“) und gleichzeitig eine konkrete Handlung suggeriert: Ein Nutzer („NaughtyLina_x“) habe gerade das eigene Profil angesehen. Darunter befindet sich ein zentral platzierter Button mit der Aufschrift „Profil ansehen“. Technisch betrachtet ist genau dieser Button der kritische Punkt: Er führt nicht zu einer echten Plattform, sondern zu einer manipulierten Webseite, die entweder Login-Daten abgreift oder – wie im vorherigen Beispiel gezeigt – direkt Schadprozesse im Browser startet. Am unteren Rand der Mail finden sich noch scheinbar seriöse Elemente wie „Site Policy“ oder „Terms and Conditions of Use“. Diese sollen Vertrauen erzeugen, sind jedoch in der Regel funktionslos oder führen ebenfalls auf manipulierte Seiten. Warum diese Art von Phishing besonders gefährlich ist: Sie greift keine Technik an – sondern den Menschen. Die Kombination aus persönlicher Ansprache, emotionalem Trigger („jemand interessiert sich für dich“) und einer simplen Handlung („Profil ansehen“) sorgt dafür, dass viele Nutzer aus reiner Neugier klicken. Gerade bei Singles oder Personen mit früheren Accounts auf solchen Plattformen ist die Trefferquote besonders hoch. Und genau dieser eine Klick reicht bereits aus, um die Angriffskette zu starten. Computerheld Linz
Phish­ing-Mails von ver­meintlichen Sin­gle-Börsen sind beson­ders heimtück­isch.

Kundin: „Sie kön­nen also dafür sor­gen, dass ich gar keine Phish­ing-Mails mehr bekomme?“

Ich: „Nein, das ist tech­nisch nicht möglich. Wenn Ihnen jemand aus Rus­s­land eine Postkarte schickt, kön­nen Sie auch nicht ver­hin­dern, dass der Briefträger sie zustellt.

ABER: Wir kön­nen Ihr Sys­tem so härten, dass Phish­ing-Mails zuver­läs­sig erkan­nt, deut­lich markiert und in vie­len Fällen automa­tisch gelöscht wer­den. Zusät­zlich lässt sich die Menge an Spam spür­bar reduzieren. Sie bekom­men also kein Chaos mehr im Postein­gang, son­dern ein sauberes, kon­trol­liertes E‑Mail-Sys­tem – mit klaren Regeln. Und ehrlich gesagt: In Ihrem Fall ist das drin­gend notwendig.“

Kundin 🙂 (zus­tim­mend): „Ja, das auf jeden Fall.“


Der dur­chaus leis­tungs­fähige Gasthaus-PC war tat­säch­lich mit Adware und soge­nan­ntem Cryp­to­jack­ing befall­en. Eine Mitar­bei­t­erin berichtete, sie habe ein­mal „eine App bestäti­gen müssen“, nach­dem sie Tis­chdeck­en bestellt hat­te. Nie­mand erwartet von Angestell­ten in der Gas­tronomie tiefge­hende IT-Ken­nt­nisse – aber sobald Per­son­al einen Geschäftscom­put­er bedi­ent, braucht es zumin­d­est grundle­gende Schu­lung im Umgang mit solchen Sit­u­a­tio­nen. Die erwäh­nte Phish­ing-Mail war übri­gens noch im E‑Mail-Pro­gramm gespe­ichert.

Der Screenshot zeigt eine weitere typische Phishing-Mail, diesmal im Stil einer offiziellen App- oder Bankbenachrichtigung. Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht professionell und seriös gestaltet. Im oberen Bereich steht der Absender „ADVANZIA App“ – ein Name, der bewusst Vertrauen erzeugen soll, da er an reale Finanzdienstleister erinnert. Genau hier liegt bereits ein klassisches Problem: Der angezeigte Name wirkt legitim, sagt aber nichts über die tatsächliche Herkunft der E-Mail aus. Entscheidend wäre die echte Absenderadresse im Hintergrund, die in solchen Fällen oft nicht zur angeblichen Organisation passt. Der Betreff bzw. die zentrale Botschaft lautet: „Wichtige Information zu Ihrer ADVANZIA-App“ Die Formulierung ist bewusst allgemein gehalten, aber gleichzeitig dringlich. Der Text spricht den Empfänger direkt an („Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“) und erzeugt sofort Handlungsdruck: „erneute Übermittlung Ihres Verifizierungsverfahrens erforderlich“ „ohne diese Aktualisierung kann es zu Einschränkungen kommen“ „der Vorgang dauert nur etwa 2 Minuten“ Das sind typische Social-Engineering-Elemente: 👉 Dringlichkeit 👉 vermeintliche Notwendigkeit 👉 minimaler Aufwand Der Nutzer soll möglichst schnell reagieren – ohne lange nachzudenken. Im Zentrum der Mail befindet sich ein großer, auffälliger Button: „Jetzt Verifizierung durchführen →“ Technisch ist genau dieser Button der eigentliche Angriffspunkt. Er führt nicht zur echten Seite eines Finanzdienstleisters, sondern zu einer täuschend echt nachgebauten Login- oder Verifizierungsseite. Dort werden dann sensible Daten abgegriffen – typischerweise Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder TANs. Das Design unterstützt die Täuschung zusätzlich: Dunkler Hintergrund, klare Typografie, strukturierter Aufbau und ein „Kundenservice“-Hinweis im unteren Bereich vermitteln Professionalität. Für viele Nutzer wirkt das wie eine legitime Systemmeldung. Auffällig ist jedoch bei genauer Betrachtung: Keine persönliche Ansprache mit Namen Keine konkreten Kontodaten oder Referenzen Sehr generische Formulierungen Künstlich erzeugter Zeitdruck Diese Kombination ist typisch für breit gestreute Phishing-Kampagnen. Technische Einordnung: Diese Art von Angriff gehört zu den klassischen Credential-Phishing-Szenarien: Nutzer klickt auf den Button Weiterleitung auf eine Fake-Webseite Eingabe sensibler Daten Daten werden direkt an Angreifer übertragen Optional folgen danach weitere Schritte wie: Missbrauch von Konten Kreditkartenbetrug Kombination mit weiteren Angriffen (z. B. Malware oder Social Engineering) Kernaussage für den Leser: Nicht die Technik der E-Mail ist gefährlich – sondern die Handlung, die sie auslöst. Ein einziger Klick auf „Verifizieren“ kann ausreichen, um Zugangsdaten aus der Hand zu geben.
Unechte E‑Mails von Zahlungs­di­en­stleis­tern sollen typ­is­cher­weise Zugangs­dat­en oder Kred­itkarten­in­for­ma­tio­nen abgreifen.

Des Weit­eren wurde der E‑Mail-Account der Gast­wirtin regel­recht mit soge­nan­ntem Romance- und 419-Scam zugemüllt. Solche Spam-Mails sind tech­nisch unge­fährlich – zumin­d­est solange man nicht darauf antwortet. Auch Nachricht­en von ange­blichen Prinzen aus West­afri­ka, Ärzten auf Ölplat­tfor­men oder Exil­sol­dat­en, die plöt­zlich unsterblich ver­liebt sind, fol­gen fast immer dem­sel­ben Muster. Die gute Nachricht: Solche Scam-Mails lassen sich in der Regel sehr zuver­läs­sig fil­tern und deut­lich eindäm­men.

Der Screenshot zeigt eine klassische Scam- bzw. Vorschussbetrugs-Mail („Advance Fee Fraud“), wie sie seit vielen Jahren massenhaft versendet wird – heute jedoch deutlich professioneller und gezielter als früher.Im oberen Bereich sieht man zunächst die sichtbaren Absenderinformationen der Nachricht. Der Anzeigename lautet schlicht „Hallo“, während die tatsächliche E-Mail-Adresse von einer französischen Bildungsdomain stammt („etud.u-picardie.fr“). Bereits hier fällt ein technischer Widerspruch auf: Die angebliche Identität des Absenders passt weder zum Anzeigenamen noch zur verwendeten Domain. Solche Kombinationen sind typisch für kompromittierte oder missbrauchte Mailkonten. Als Empfänger wird eine private Gmail-Adresse angezeigt. Zusätzlich existiert eine separate „Antwort an“-Adresse („Reply-To“), die wiederum auf eine völlig andere Domain verweist. Genau dieses Verhalten ist ein wichtiges Warnsignal: Antwortet das Opfer auf die Nachricht, landet die Kommunikation nicht beim ursprünglichen Absenderkonto, sondern bei einer anderen Adresse, die speziell für den Betrug eingerichtet wurde. Der Betreff lautet: „Investitionspartnerschaft“ Auch das ist typisch für diese Art von Scam-Mails. Die Formulierung klingt seriös, geschäftlich und bewusst allgemein gehalten. Ziel ist es, Neugier zu erzeugen, ohne sofort offensichtlich unseriös zu wirken. Im eigentlichen Nachrichtentext stellt sich der Absender als „Mohammad Alsharif“ vor und behauptet, eine Familie eines ehemaligen Premierministers der Elfenbeinküste zu vertreten. Angeblich suche man Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Immobilien, erneuerbare Energien und Fertigung. Genau hier beginnt die eigentliche Betrugsmasche. Diese Art von Nachricht gehört zur Kategorie sogenannter „Advance Fee Fraud“- oder „419“-Scams. Anders als klassisches Phishing geht es hier zunächst nicht darum, Passwörter oder technische Zugangsdaten zu stehlen. Stattdessen basiert der Angriff vollständig auf psychologischer Manipulation und langfristigem Vertrauensaufbau. Der Ablauf funktioniert meist in mehreren Stufen: Zunächst wird versucht, durch politische Namen, internationale Geschäfte oder hohe Geldsummen Seriosität und Bedeutung zu vermitteln. Antwortet das Opfer auf die E-Mail, beginnt eine längere Kommunikation. Dabei wird oft der Eindruck erzeugt, man sei Teil eines exklusiven Geschäfts oder könne von einem geheimen Investment profitieren. Im weiteren Verlauf folgen dann typische Forderungen: angebliche Verwaltungsgebühren Notarkosten Steuerzahlungen Überweisungsgebühren Identitätsnachweise Bankdaten Manchmal werden auch gefälschte Dokumente, Reisepässe oder angebliche Verträge mitgeschickt, um Glaubwürdigkeit aufzubauen. Technisch interessant ist dabei: Viele dieser Angriffe verzichten bewusst auf Links oder Dateianhänge. Dadurch umgehen sie klassische Spam- und Virenfilter deutlich leichter. Die eigentliche „Gefahr“ ist hier nicht Schadsoftware – sondern die direkte Kommunikation mit dem Betrüger. Besonders perfide: Wer antwortet, bestätigt damit automatisch, dass die E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird und hinter dem Konto eine reale, reagierende Person sitzt. Solche Adressen werden häufig gespeichert, kategorisiert und teilweise sogar an andere Betrügergruppen weiterverkauft. Der Angriff beginnt also nicht mit einem Virus – sondern mit einer einfachen Antwort. Computerheld Linz
419-Scam: Ein afrikanis­ch­er Mil­lionär ver­spricht Mil­lio­nen für eine kleine finanzielle Vor­leis­tung.

⚠️ Ist Ihr E‑Mail-Kon­to bere­its eine Spam- oder Phish­ing-Schleud­er?

Wir küm­mern uns darum – auch dann, wenn das Kind bere­its in den Brun­nen gefall­en ist. Phish­ing-Mails sind wed­er harm­los noch ein „Inter­net­prob­lem der anderen“. Sie verur­sachen täglich reale finanzielle und emo­tionale Schä­den – auch in Linz und Umge­bung.

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Ref­eren­zen:

¹Geiger, Jörg: Cle­vere Strate­gie gegen KI-Angriffe. In: Chip Nr. 2 (2024). S. 45.
²Deutsch, Daniel: Cyber­crime Risiko Rank­ing: Gefährdungspoten­ziale in Europa. heydata.eu (05/2026).

Word öffnet sich kurz und schließt wieder – typische Ursache & Serveraufbau Linz Teil 2

Im Früh­jahr 2026 lief die Com­put­er­held-Hot­line wegen ein­er Sache heiß: Microsoft Office kaputt. Die Fehler­mel­dung war bei nahezu allen Anrufen iden­tisch: „Ich mache Word auf und es schließt sich sofort wieder.“ Unter­malt wurde der Sachver­halt meist kurz darauf mit dem Klas­sik­er: „Ich habe nichts gemacht, wirk­lich.“ Was war also passiert? Zunächst muss man wis­sen, dass der Sup­port­zeitraum für Office 2016 und Office 2019 am 14. Okto­ber 2025 aus­ge­laufen ist. Seit diesem Datum stellt Microsoft keine Updates oder Kom­pat­i­bil­ität­stests mehr für diese Ver­sio­nen bere­it. Die gute Nachricht: Die soge­nan­nten Klick-und-Los-Ver­sio­nen (Click-to-Run), die bei prak­tisch allen unser­er Kun­den im Ein­satz sind, funk­tion­ieren weit­er­hin grund­sät­zlich prob­lem­los. Der Knack­punkt liegt an ander­er Stelle. Während Office selb­st unverän­dert bleibt, erhält Win­dows 11 weit­er­hin regelmäßige Updates. Diese Updates wer­den jedoch nicht mehr gegen ältere Office-Ver­sio­nen getestet, deren Sup­port bere­its aus­ge­laufen ist. Genau hier entste­hen die Prob­leme.

⚙️ Tech­nis­ch­er Hin­ter­grund

Word und Excel hän­gen stark an Win­dows-Kom­po­nen­ten wie dem Drucksys­tem oder soge­nan­nten Erweiterun­gen (Add-ins). Beim Start laden die Pro­gramme automa­tisch Druck­ertreiber, Schrif­tarten und Erweiterun­gen von Drit­tan­bi­etern. Nach Win­dows-Updates kann es daher vorkom­men, dass ältere Office-Ver­sio­nen direkt abstürzen – ins­beson­dere wenn ein Druck­ertreiber oder ein Add-in nicht mehr voll­ständig kom­pat­i­bel ist.

Bei Pri­vatan­wen­dern haben wir das alte Microsoft Office sofort wieder instandge­set­zt. Manche Kun­den nutzten die Gele­gen­heit und sind direkt auf eine kosten­freie Alter­na­tive wie Libre­Of­fice umgestiegen. Unsere zahlre­ichen Freiberu­fler haben wir dage­gen anders berat­en.

Mag. Barbara Justl (Kellergasse Linz) ist Vermieterin (Immobilien) im Telefongespräch mit Veronika Helga Vetter von Computerheld Linz. Problem ist Microsoft Office 2019, welches unter Windows 11 nicht mehr startet. Empfehlung: Upgrade auf Office 2024 oder Microsoft 365 - um Sicherheitsupdates zu erhalten. WKO Oberösterreich

Phys­io­ther­a­peuten, Gesangslehrerin­nen, Autoren sowie Immo­bilien- und Hausver­wal­ter kön­nen nicht ein­fach mal so auf Soft­Mak­er Free­Of­fice oder Libre­Of­fice umsteigen. Sie sind Teil ein­er Arbeits­kette, die mit Microsoft-Office-Dateifor­mat­en funk­tion­iert. Gle­ichzeit­ig hängt ihre beru­fliche Exis­tenz an ein­er sicheren IT-Infra­struk­tur – und genau die sollte man nicht unnötig aufs Spiel set­zen.


Kundin 📱: „Kön­nen Sie mir mein 2019er-Excel ein­fach schnell repari­eren?“

Ich: „Wenn Sie Pri­vat­nutzerin wären, sofort. Aber Sie sind Unternehmerin.“

Ich: „Sie ver­schick­en täglich XML-Dateien über Microsoft Out­look und bekom­men regelmäßig Phish­ing-Mails. Damit tra­gen Sie Ver­ant­wor­tung – für sich selb­st und auch für andere.“

Kundin 🤔: „So habe ich das noch gar nicht gese­hen. Aber ich muss ja weit­er­ar­beit­en – was soll ich jet­zt tun?“

Ich: „Entwed­er Sie kaufen Microsoft Office 2024 – das wird bis Okto­ber 2029 unter­stützt. Oder Sie schließen ein Microsoft-365-Abo ab. Das liegt im Moment bei etwa 99 € im Jahr und soll Gerücht­en zufolge im Som­mer teur­er¹ wer­den. Rech­nen Sie das ein­fach für sich durch.“

Ich: „Wenn Sie sich entsch­ieden haben und bei der Instal­la­tion Hil­fe brauchen, schicke ich jeman­den zur Unter­stützung vor­bei.“

Kundin 🙂: „Danke für die Beratung. Ich dachte schon, ich hätte mir einen Virus einge­fan­gen. Dann hole ich mir ein­fach eine neue Office-Ver­sion – und wenn es Prob­leme gibt, melde ich mich wieder.“

Der Screenshot zeigt die Kontoseite innerhalb von Microsoft Word, konkret die Produktinformationsansicht einer lokal installierten Office-Version. Diese Ansicht erreicht man in Word über Datei → Konto. Dort werden Lizenzstatus, Produktversion sowie die Updatekonfiguration der installierten Office-Installation angezeigt. Installiert ist Microsoft Office Professional Plus 2019. Die Software ist laut Anzeige ordnungsgemäß aktiviert, was bedeutet, dass ein gültiger Produktschlüssel hinterlegt ist oder eine Volumenlizenz aktiv ist. Unter der Produktbezeichnung werden die enthaltenen Programme dargestellt: Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote, Publisher und Access. Diese Programmauswahl entspricht dem typischen Umfang der Professional-Plus-Edition, die ursprünglich vor allem für Unternehmensumgebungen gedacht war. Technisch interessant ist der Hinweis auf die Installationsart „Klick-und-Los“ (Click-to-Run). Diese Technologie ersetzt seit mehreren Office-Generationen die früher verbreitete MSI-Installation. Click-to-Run basiert intern auf einer Virtualisierungsschicht, die aus der Microsoft-Technologie App-V hervorgegangen ist. Dabei wird Office nicht mehr klassisch über einzelne MSI-Pakete installiert, sondern als zusammenhängendes Software-Image, das beim Installationsvorgang teilweise gestreamt und anschließend lokal zwischengespeichert wird. Dadurch lassen sich Updates deutlich schneller und konsistenter verteilen, weil komplette Komponentenblöcke ersetzt werden können. Die konkrete installierte Version lautet Version 2408 (Build 17932.20670). Diese Versionsnummer folgt dem typischen Office-Schema, bei dem die ersten vier Ziffern das Erscheinungsjahr und den Monat der Build-Generation widerspiegeln. In diesem Fall stammt die Build-Linie aus dem August-Updatezyklus. Bei Click-to-Run-Installationen wird diese Versionslinie über den integrierten Office-Update-Dienst aktualisiert. Im Screenshot ist außerdem der Abschnitt „Microsoft 365- und Office-Aktualisierungen“ sichtbar. Dieser Hinweis ist leicht missverständlich: Auch klassische Office-Versionen wie Office 2019 verwenden denselben Update-Mechanismus wie Microsoft 365. Updates werden dabei nicht über Windows Update verteilt, sondern direkt über das Microsoft-Content-Delivery-Network (Office CDN) geladen. Der lokale Dienst OfficeClickToRun.exe überprüft regelmäßig die Versionsnummer und lädt bei Bedarf neue Build-Pakete herunter. Diese Pakete ersetzen dann einzelne Komponenten der Installation, ohne dass eine komplette Neuinstallation erforderlich ist. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Supportstatus dieser Office-Version. Microsoft Office 2019 erreichte sein offizielles Supportende am 14. Oktober 2025. Ab diesem Datum stellt Microsoft keine Sicherheitsupdates, Fehlerbehebungen oder Kompatibilitätstests mehr für diese Version bereit. Die Software funktioniert weiterhin und lässt sich auch nach diesem Datum starten und nutzen. Allerdings wird sie nicht mehr aktiv an neue Windows-Versionen angepasst. Gerade unter aktuellen Builds von Windows 11 kann es deshalb vorkommen, dass einzelne Komponenten – etwa Add-ins, Druckertreiber oder Renderingbibliotheken – nicht mehr vollständig kompatibel sind. Aus technischer Sicht erklärt das auch typische Fehlerszenarien, die nach dem Supportende häufiger auftreten. Anwendungen wie Word oder Excel laden beim Start zahlreiche Windows-Subsysteme, darunter Druckerschnittstellen, Schriftbibliotheken, COM-Erweiterungen und Office-Add-ins. Wenn sich diese Systemkomponenten durch Windows-Updates verändern, wird eine ältere Office-Version nicht mehr darauf getestet. Dadurch kann es beispielsweise zu Startabstürzen oder unerwartetem Verhalten kommen, obwohl die Office-Installation selbst unverändert geblieben ist. Zusammengefasst zeigt der Screenshot also eine ordnungsgemäß aktivierte Office-2019-Installation auf Basis der Click-to-Run-Technologie, die ihre Updates über den Microsoft-Office-Update-Dienst bezieht. Technisch handelt es sich um eine klassische Perpetual-Lizenz ohne Abonnementmodell. Obwohl die Software weiterhin nutzbar ist, befindet sie sich seit Oktober 2025 außerhalb des offiziellen Wartungszeitraums, was langfristig zu Kompatibilitätsproblemen mit neuen Windows-Versionen oder Systemkomponenten führen kann. Expertise von Computerheld Linz (PC-Vor-Ort-Service)

⚠️ Einord­nung

Experten² gehen davon aus, dass Microsoft langfristig alle Office-Nutzer in das Abo­mod­ell Microsoft 365 führen möchte. Für viele Anwen­der hat das dur­chaus Vorteile: Updates laufen automa­tisch und man muss sich nicht mehr um Sup­port­zeiträume oder Lizen­zfra­gen küm­mern. Wir berat­en Sie gerne, ob und wie Sie sich ohne Nachteile von diesem Zwang lösen kön­nen. Alter­na­tiv zeigen wir Ihnen, wie Sie weit­er­hin sich­er und pro­duk­tiv mit Microsoft-Tools arbeit­en.


Während das All­t­ags­geschäft von Com­put­er­held im Früh­jahr 2026 prob­lem­los und durch­weg pos­i­tiv ver­lief, hakt es beim Serv­er-Pro­jekt (hier geht es zu Teil 1). Der Sprach­schu­len­be­treiber Fer­di war ein­er­seits nicht glück­lich darüber, wie lange der Zusam­men­bau der Hard­ware dauert. Auf der anderen Seite verneigte er sich regel­recht vor meinen Beschaf­fungskün­sten.

Ich 📱: „Servus Fer­di, länger nicht gesprochen. Wollte dir nur sagen, dass ich mich für einen AMD Ryzen 7 PRO 5750G entsch­ieden habe. Frag nicht wie und woher – aber irgendw­er hat heute ein kleines Paket mit mys­ter­iösem Absender vor meine Tür gelegt. CPU-Prob­lem also gelöst.“

Fer­di 🙂: „Du, ich bin ger­ade im Hotel-Spa. Die CPU sagt mir nichts – erzähl mal was darüber.“

Ich: „Ich sollte ja “bre­it” denken. AMD PRO-CPUs sind Busi­ness-Chips, gemacht für Vir­tu­al­isierung. Der 5750G hat 8 physis­che Kerne und 16 SMT-Threads – also per­fekt für mehrere kleine Hyper-V-Instanzen. Trotz Boost bis 4,6 GHz und inte­gri­ert­er GPU ist die CPU erstaunlich sparsam und zieht im Betrieb vielle­icht 20 bis 30 Watt.“

Fer­di: „Das klingt her­vor­ra­gend! Also ist der Serv­er hard­ware­seit­ig ein­satzbere­it?“

Das Bild ist als zweigeteilte Komposition aufgebaut und erzählt auf beiden Seiten eine zusammenhängende Geschichte über Beschaffung, Hardwarequalität und die zunehmende Schwierigkeit, bestimmte professionelle Komponenten im Jahr 2026 noch zu bekommen. Auf der linken Bildhälfte liegt im Mittelpunkt eine AMD-CPU des Typs Ryzen 7 PRO 5750G. Der Prozessor befindet sich in der typischen transparenten Kunststoff-Transportbox, wie sie bei einzelnen OEM-CPUs verwendet wird. Die Box wirkt nahezu unbenutzt, die Oberfläche des Prozessors ist sauber, die Kontaktflächen sind makellos und frei von jeglichen Einbauspuren. Die Beschriftung auf dem Heatspreader ist klar lesbar, was darauf hindeutet, dass es sich um ein praktisch neuwertiges Exemplar handelt. Gerade dieser Zustand ist bemerkenswert, denn der Ryzen 7 PRO 5750G gehört zur letzten Generation leistungsstarker AM4-Business-Prozessoren und ist im freien Handel inzwischen nur noch schwer zu finden. Während AM4 über viele Jahre hinweg eine der langlebigsten Plattformen im Desktop- und Workstation-Bereich war, wurde sie durch neuere Plattformen weitgehend verdrängt. Gerade die PRO-Serie dieser Prozessoren war ursprünglich hauptsächlich für Unternehmenssysteme gedacht und wurde selten einzeln verkauft. Dass im Jahr 2026 noch ein nahezu unbenutztes Exemplar verfügbar ist, gilt unter Hardware-Sammlern und Systemintegratoren bereits als kleine Besonderheit. Der Ryzen 7 PRO 5750G ist ein Achtkernprozessor mit sechzehn Threads und gehört zur sogenannten Cezanne-Generation auf Basis der Zen-3-Architektur. Diese Prozessoren wurden vor allem in Business-Systemen eingesetzt, weil sie stabile Virtualisierungsfunktionen, einen integrierten Grafikchip sowie eine sehr effiziente Leistungsaufnahme bieten. Für kleine Serverinstallationen oder kompakte Virtualisierungshosts sind solche Eigenschaften besonders attraktiv. Gerade im Umfeld von Hypervisor-Systemen wie Hyper-V oder anderen Virtualisierungslösungen kann ein solcher Prozessor mehrere parallele virtuelle Maschinen betreiben, ohne dass dafür große Serverhardware notwendig ist. In kleinen Unternehmensumgebungen lassen sich damit beispielsweise mehrere getrennte Dienste gleichzeitig betreiben, etwa Datei- und Backupserver, kleine Datenbanken oder Netzwerkdienste. Der Prozessor vereint also vergleichsweise hohe Rechenleistung mit einem sehr moderaten Energieverbrauch, was ihn für kompakte Serverprojekte besonders interessant macht. Der Prozessor liegt auf einer transparenten Verpackungseinlage, die wiederum auf einer Luftpolsterfolie platziert wurde. Daneben befinden sich zwei Werkzeuge: ein kleiner Schraubendreher mit blauem Griff und ein flacher Pinsel mit Holzstiel. Beide Werkzeuge wirken neu und sauber und gehören nicht zum üblichen Lieferumfang einer CPU. Ihre Anwesenheit lässt mehrere Interpretationen zu. Möglich ist, dass der Versender sie als kleines praktisches Zubehör beigelegt hat, etwa zum Öffnen eines Gehäuses oder zum Entfernen von Staub bei der Montage der Hardware. Gerade der Pinsel eignet sich gut, um Staub aus Kühlern oder Mainboard-Slots zu entfernen. Ebenso könnte es sich um ein simples Verpackungsgimmick handeln, das dem Paket eine persönliche Note geben soll. In jedem Fall sind diese Werkzeuge ein ungewöhnliches Detail, das die Geschichte der Lieferung ein wenig geheimnisvoll erscheinen lässt. Im Hintergrund der linken Bildhälfte erkennt man außerdem ein Formular mit dem Logo „Computerheld Linz“. Es handelt sich um ein Auftragsformular mit Kontaktinformationen und Kundendatenfeldern. Dieses Formular dient hier eher als dekorativer Hintergrund und als visuelle Verknüpfung zum IT-Service. Es zeigt den Kontext, in dem diese Hardware eingesetzt werden soll: nicht als Sammlerstück, sondern als Bestandteil eines realen Kundenprojekts. Die Platzierung des Prozessors auf diesem Formular wirkt fast wie eine symbolische Präsentation – eine Art Beweisstück dafür, dass es gelungen ist, diese selten gewordene Hardware noch aufzutreiben. Die rechte Bildhälfte zeigt das Paket, in dem der Prozessor geliefert wurde. Es handelt sich um einen kleinen Karton, der mit braunem Klebeband verschlossen ist. Auf der Oberseite befindet sich ein Versandetikett mit mehreren Aufklebern und Barcode-Kennzeichnungen. Besonders auffällig ist die Kombination verschiedener logistischer Hinweise. Auf dem Etikett ist ein deutscher Postvermerk mit dem Hinweis „Prepaid Germany“ sowie ein Postfach in Niedersachsen zu erkennen. Gleichzeitig deutet der Versandaufkleber mit dem internationalen Versandlabel darauf hin, dass der Ursprung der Lieferung möglicherweise außerhalb Europas lag. Die Geschichte hinter dem Paket wird dadurch etwas rätselhaft. Die CPU wurde in US-Dollar bezahlt und über eine internationale Plattform bestellt, was darauf schließen lässt, dass sie ursprünglich aus den Vereinigten Staaten stammt. Der Versandweg führte offenbar zunächst zu einem deutschen Postfach und von dort aus weiter nach Österreich. Solche Versandwege sind bei selten gewordener Hardware nicht ungewöhnlich. Verkäufer nutzen manchmal internationale Weiterleitungsdienste oder Zwischenlager, um Produkte in verschiedenen Märkten anbieten zu können. Für Käufer bedeutet das allerdings längere Lieferzeiten und ein gewisses Risiko. In diesem Fall dauerte die Zustellung fast drei Wochen. Gerade bei älteren oder schwer erhältlichen Komponenten braucht man daher nicht nur Geduld, sondern auch Vertrauen in den Verkäufer und eine gewisse Risikobereitschaft. Dass der Prozessor schließlich unbeschädigt und in nahezu neuwertigem Zustand angekommen ist, wirkt deshalb fast wie ein kleiner Glücksfall. Die beiden Bildhälften ergänzen sich dadurch zu einer kleinen Beschaffungsgeschichte: Auf der linken Seite sieht man das Ergebnis – einen selten gewordenen Business-Prozessor, der für ein Virtualisierungsprojekt vorgesehen ist. Auf der rechten Seite sieht man den ungewöhnlichen Weg, den diese Hardware zurückgelegt hat, um überhaupt verfügbar zu sein. Zusammen vermittelt das Bild die Botschaft, dass moderne IT-Projekte manchmal nicht nur technisches Wissen erfordern, sondern auch Kreativität bei der Beschaffung und den Mut, ungewöhnliche Wege zu gehen, um für einen Kunden die passende Hardware zu finden. Computerheld Linz 2026

Ich: „Nein, ich warte noch auf den DDR4-RAM. Der ist seit zehn Tagen bestellt, aber bish­er wurde noch nichts ver­schickt.“

Fer­di 😐: „Woran hapert es denn noch? Was hast du bestellt? Das gibt’s doch nicht – ich dachte, wir kön­nen bald starten.“

⚙️ TL;DR

Fer­di hat sich bewusst für ein DDR4-Sys­tem entsch­ieden, weil er den aktuellen DDR5-Preiswahnsin­n³ nicht mit­machen wollte. KI-Rechen­zen­tren kaufen derzeit enorme Men­gen an DDR5-RAM auf, gle­ichzeit­ig stellen viele Unternehmen ihre Infra­struk­tur auf DDR5 um. Dadurch ist es im Früh­jahr 2026 wirtschaftlich kaum sin­nvoll, ein neues DDR5-Sys­tem aufzubauen. Gle­ichzeit­ig ist der Markt für DDR4-Spe­ich­er inzwis­chen stark aus­gedün­nt, weil viele Her­steller ihre Pro­duk­tion­slin­ien bere­its umgestellt haben.

Das Bild ist als symbolische Szene aufgebaut und dient als visuelle Illustration für den zweiten Teil eines Artikels über ein laufendes Serverprojekt. Die Darstellung ist in zwei Hälften geteilt, die durch eine diagonale Linie voneinander getrennt sind. Diese Aufteilung verdeutlicht, dass zwei Personen an unterschiedlichen Orten miteinander telefonieren, jedoch gedanklich gemeinsam an einer technischen Entscheidung arbeiten. Auf der linken Seite ist der Kunde Ferdi zu sehen, ein ungarischer Sprachschulbetreiber, der sich offensichtlich in einem Wellnesshotel am Balaton aufhält. Die Umgebung wirkt ruhig und warm beleuchtet, mit gedämpften Farben und dekorativen Elementen, die typisch für einen Spa- oder Wellnessbereich sind. Hinter ihm erkennt man Kerzenlicht, warmes Holz und metallische Gefäße, wie sie häufig in Sauna- oder Spa-Räumen verwendet werden. Ferdi trägt einen weißen Bademantel und sitzt leicht nach vorne gebeugt, während er sein Smartphone ans Ohr hält. Seine Körperhaltung und sein Gesichtsausdruck vermitteln eine Mischung aus Konzentration und Besorgnis. Seine Stirn ist leicht gerunzelt, der Blick wirkt nachdenklich. Diese Stimmung passt zur Situation des Gesprächs: Während er versucht, im Wellnessurlaub etwas Abstand vom Alltag zu gewinnen, erreicht ihn ein Anruf aus Österreich, der mit einem technischen Problem im laufenden Serverprojekt zusammenhängt. Er erfährt gerade, dass der bestellte DDR4-Arbeitsspeicher nicht geliefert werden kann und sich der Start des Projekts deshalb verzögert. Für einen Unternehmer, dessen Sprachschulen auf eine funktionierende IT-Infrastruktur angewiesen sind, ist eine solche Nachricht natürlich nicht ideal. Gleichzeitig ist Ferdi auch mit einem weiteren Detail des Projekts beschäftigt. Er hatte ursprünglich andere Vorstellungen davon, wie die Kühlung der eingesetzten Server-CPU umgesetzt werden sollte. Im Gespräch mit seiner IT-Beraterin wird jedoch deutlich, dass alternative Lösungen möglicherweise sinnvoller oder praktikabler sind. Sein Gesichtsausdruck zeigt daher nicht nur Skepsis, sondern auch die typische Situation eines Unternehmers, der in Echtzeit Entscheidungen treffen muss und verschiedene Argumente abwägt. Auf der rechten Bildseite steht die Gesprächspartnerin, die IT-Beraterin Veronika Helga Vetter. Sie ist im Freien dargestellt, vor einer ländlichen Landschaft mit Wiesen und sanften Hügeln im Hintergrund. Ihre Haltung wirkt konzentriert und professionell. Sie hält ebenfalls ein Smartphone am Ohr und hat die andere Hand nachdenklich an das Kinn gelegt, was darauf hindeutet, dass sie gerade technische Optionen durchgeht und dem Kunden mögliche Lösungen erklärt. Ihre Kleidung unterstreicht ihre Rolle als Unternehmerin und Beraterin. Sie trägt ein dunkles Sakko, ein schlichtes Oberteil sowie eine dezente Halskette mit Kreuzanhänger. Der Ausdruck ihres Gesichts wirkt entschlossen und analytisch, so als würde sie gerade verschiedene Szenarien durchdenken. Die Szene vermittelt den Eindruck eines intensiven Telefongesprächs, bei dem beide Seiten nicht einfach nur Informationen austauschen, sondern gemeinsam Entscheidungen vorbereiten. Inhaltlich steht dieses Gespräch für eine typische Situation in IT-Projekten: Planung, Anpassung und Problemlösung passieren oft parallel zum laufenden Geschäft. Obwohl der Kunde räumlich weit entfernt ist und sich eigentlich im Urlaub befindet, wird das Projekt aktiv weiterentwickelt. Beide Gesprächspartner wirken dabei wie Teilnehmer eines spontanen Brainstormings. Es geht darum, kurzfristig Lösungen zu finden, Risiken abzuwägen und die nächsten Schritte festzulegen. Diese Art der Zusammenarbeit ist in vielen kleinen und mittelständischen IT-Projekten entscheidend, weil technische Entscheidungen oft flexibel an neue Umstände angepasst werden müssen. Die Szene verweist zugleich auf die Rolle von Veronika Helga Vetter als Unternehmerin und technische Ansprechpartnerin. Sie ist die Inhaberin des Einzelunternehmens mit geringfügig Beschäftigten Computerheld Linz. Ihr Unternehmen betreut Privatpersonen ebenso wie kleine Unternehmen und Selbstständige in IT-Fragen. Ein wesentlicher Teil dieser Arbeit besteht darin, individuelle Anforderungen ernst zu nehmen und für Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu entwickeln. Gerade bei Projekten wie dem Aufbau eines Serversystems geht es nicht nur um reine Hardwareinstallation, sondern auch um Beratung, Planung und die kontinuierliche Begleitung während der Umsetzung. Das Bild symbolisiert daher die Art von Zusammenarbeit, die hinter solchen Projekten steht: ein direkter Draht zwischen Unternehmer und IT-Dienstleister, kurze Entscheidungswege und die Bereitschaft, gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Ein kleines Detail, das im Kontext der Unternehmensgeschichte erwähnt werden kann, betrifft die zunehmende Wahrnehmung des Unternehmens. Computerheld Linz hat sich im Laufe der Zeit eine gewisse Bekanntheit aufgebaut, sodass selbst Institutionen aus dem wirtschaftlichen Umfeld aufmerksam geworden sind. So erhält das Unternehmen inzwischen beispielsweise die Unternehmerinnen-Zeitschrift „Frau in der Wirtschaft“, die von der Wirtschaftskammer Österreich herausgegeben wird. Solche Details sind zwar für das konkrete Serverprojekt nicht entscheidend, zeigen aber, dass das Unternehmen mittlerweile wahrgenommen wird und Teil des regionalen Unternehmernetzwerks ist. Insgesamt dient das Bild also weniger als dokumentarische Darstellung eines realen Moments, sondern als symbolische Visualisierung einer typischen Situation in einem IT-Projekt: Ein Kunde und seine IT-Beraterin stehen telefonisch im Austausch, wägen technische Optionen ab und treffen geschäftliche Entscheidungen. Die räumliche Distanz zwischen Wellnesshotel und Arbeitsumfeld spielt dabei keine Rolle, weil moderne Kommunikation und direkte Beratung eine enge Zusammenarbeit auch über größere Entfernungen ermöglichen. Oberösterreich 2026

Fer­di: „Ver­ste­he. Ich bekomme das hier in Ungarn gar nicht so mit. Kannst du dir vielle­icht etwas ein­fall­en lassen? Wir kön­nen auch erst­mal klein mit 32 Giga­byte starten.“

Ich: „Gut, ich storniere die Bestel­lung und lasse mir wieder ein­mal etwas ein­fall­en. Anson­sten sieht es gut aus: Ich habe bere­its die Lüfter aus­ge­tauscht, um mein leis­es Saugen-Blasen-Air­flow-Konzept umzuset­zen.“

Das Foto zeigt das geöffnete Gehäuse eines Serversystems während der Aufbauphase. Der Blick fällt schräg von oben in das Innere des Rechners, sodass sowohl das Mainboard als auch ein Teil des Gehäuses und mehrere Komponenten der Luftführung gut sichtbar sind. Die Aufnahme wirkt bewusst technisch inszeniert, gleichzeitig aber durch einen leichten Vintage-Filter weich abgestimmt, wodurch die metallischen Oberflächen und die Lüfterstruktur eine angenehme, fast industrielle Ästhetik erhalten. Das Foto wurde im März 2026 im Rahmen eines Serverprojekts von Computerheld Linz aufgenommen und dokumentiert eine wichtige Umbauphase der Hardware. Der Fokus der Aufnahme liegt eindeutig auf drei 120-Millimeter-Lüftern, die im Gehäuse installiert wurden. Zwei dieser Lüfter befinden sich nebeneinander im vorderen Bereich des Gehäuses und bilden eine primäre Ansaugzone für Frischluft. Ein weiterer Lüfter ist an der Rückseite des Gehäuses montiert und fungiert als Abluftlüfter. Gemeinsam bilden sie ein klassisches, aber sehr effektives Airflow-Konzept: Kühle Luft wird vorne in das System gezogen, strömt über Mainboard, CPU und Erweiterungskarten hinweg und wird anschließend auf der Rückseite wieder aus dem Gehäuse transportiert. Diese Art der Luftführung sorgt für eine stabile thermische Balance im Inneren des Servers, was insbesondere bei Systemen mit mehreren mechanischen Festplatten oder dauerhaft laufenden Virtualisierungsdiensten wichtig ist. Die drei Lüfter stammen von der Marke ICE Whale. Sie wurden bewusst als Ersatz für die ursprünglich im Gehäuse verbauten Standardlüfter installiert. Die ursprünglichen Lüfter verfügten lediglich über einen 3-Pin-Anschluss. Solche Lüfter können zwar betrieben werden, lassen sich jedoch in vielen Fällen nicht präzise über das Mainboard regeln. Die Drehzahlsteuerung erfolgt bei 3-Pin-Lüftern in der Regel nur über Spannungsschwankungen oder gar nicht, wodurch sie entweder dauerhaft mit hoher Drehzahl laufen oder nur eingeschränkt auf Temperaturänderungen reagieren können. Die neuen Lüfter von ICE Whale besitzen hingegen einen 4-Pin-Anschluss. Auf dem Foto ist dieser Anschluss deutlich erkennbar. Der vierte Pin ermöglicht die sogenannte PWM-Steuerung, also eine präzise Pulsweitenmodulation. Über diese Technik kann das Mainboard die Drehzahl der Lüfter dynamisch anpassen. Wenn das System wenig Last hat, drehen die Lüfter langsam und bleiben nahezu unhörbar. Steigt die Temperatur im Gehäuse an, etwa durch CPU-Last oder durch mehrere gleichzeitig laufende virtuelle Maschinen, erhöht das System automatisch die Drehzahl. Dadurch entsteht ein Server, der sowohl effizient gekühlt als auch im Alltagsbetrieb sehr leise arbeitet. Diese Lüfterentscheidung ist insbesondere im Kontext eines Virtualisierungssystems sinnvoll. Server, die dauerhaft laufen, müssen nicht nur leistungsfähig, sondern auch akustisch angenehm sein, vor allem wenn sie nicht in einem klassischen Serverraum, sondern beispielsweise in einem Büro oder Technikschrank betrieben werden. Durch PWM-gesteuerte Lüfter kann ein System im Idle-Betrieb nahezu lautlos arbeiten und gleichzeitig ausreichend Reserven für Lastspitzen bereitstellen. Neben den Lüftern fällt im linken Bereich des Bildes eine Erweiterungskarte im PCI-Express-Slot auf. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Netzwerkkarte mit 2,5-Gigabit-Ethernet auf Basis des Chipsatzes Realtek RTL8125B. Diese Karte wurde bewusst installiert, um dem Server eine zusätzliche Netzwerkschnittstelle zur Verfügung zu stellen. Gerade in Virtualisierungsumgebungen ist es häufig sinnvoll, mehrere physische Netzwerkinterfaces zu besitzen. Dadurch lassen sich verschiedene Netzsegmente voneinander trennen oder spezielle Dienste isolieren. Im geplanten Einsatz dieses Servers spielt diese zusätzliche Netzwerkkarte eine wichtige Rolle, weil darauf eine virtuelle Firewall betrieben werden soll. Innerhalb einer virtuellen Maschine kann beispielsweise eine Firewall-Distribution wie OPNsense laufen. Damit diese Firewall sinnvoll arbeiten kann, benötigt sie mehrere Netzwerkverbindungen – typischerweise eine Schnittstelle für das interne Netzwerk und eine weitere für den externen Zugang. Die zusätzliche 2,5-Gigabit-Karte ermöglicht genau diese Trennung und bietet zugleich eine deutlich höhere Bandbreite als klassische Gigabit-Ethernet-Anschlüsse. Im Hintergrund des Bildes ist außerdem der CPU-Sockelbereich des Mainboards zu sehen. Dort befindet sich bereits ein Prozessor mit montiertem Kühlsystem, während die Luftströmung der neuen Gehäuselüfter direkt über diesen Bereich hinwegführt. Das Zusammenspiel aus CPU-Kühlung und Gehäuse-Airflow ist ein zentraler Bestandteil des gesamten Hardwaredesigns. Durch die horizontale Luftbewegung im Gehäuse wird verhindert, dass sich Hitzeinseln bilden, was gerade bei dauerhaft laufenden Servern langfristig für eine höhere Stabilität und eine längere Lebensdauer der Komponenten sorgt. Der leichte Vintage-Filter, der über das Bild gelegt wurde, hat weniger eine technische Funktion als eine gestalterische. Er nimmt der Aufnahme den klinischen Charakter einer typischen Hardwarefotografie und lässt die Szene etwas wärmer und ruhiger wirken. Die Struktur der Lüfterblätter, die matte Oberfläche des Gehäuses und die roten Kühlkörper der Erweiterungskarte treten dadurch deutlicher hervor. Das Bild wirkt dadurch fast wie eine Momentaufnahme aus einer Werkstatt – ein Blick in das Innere eines Systems, das gerade im Aufbau ist und bei dem jede einzelne Komponente bewusst ausgewählt wurde. Insgesamt dokumentiert das Foto eine kleine, aber entscheidende Optimierungsmaßnahme innerhalb des Serverprojekts. Der Austausch der ursprünglichen Gehäuselüfter gegen PWM-fähige Modelle sowie die Installation einer zusätzlichen Netzwerkkarte sind typische Schritte, wenn ein System nicht nur funktionieren, sondern langfristig stabil, leise und flexibel betrieben werden soll. Das Bild vermittelt daher nicht nur den technischen Zustand der Hardware, sondern auch den Gedanken dahinter: ein sorgfältig geplantes Serversystem, bei dem selbst scheinbar kleine Details wie Lüfteranschlüsse und Luftströmung eine große Rolle spielen. Veronika Helga Vetter

Fer­di 😎: „Apro­pos Lüfter – hast du schon einen CPU-Küh­ler? Ich will das Sys­tem abso­lut leise haben.“

Ich: „Ist bestellt, aber noch nicht geliefert.“

Fer­di 😩: „Vroni, was machst du denn?! Du willst mir doch nicht ern­sthaft erzählen, dass irgen­dein Alpen­föhn Brock­en oder eine AiO-Wasserküh­lung nicht liefer­bar sind.“

Ich: „Natür­lich ist 08/15-Kon­sumer­ware liefer­bar. Aber ein Tow­er-Küh­ler zer­stört mir das ganze Air­flow-Konzept – genau­so wie eine wartungsin­ten­sive AiO-Wasserküh­lung. Wir brauchen Durchzug im Gehäuse, damit die ganzen mech­a­nis­chen Fest­plat­ten leise gekühlt wer­den kön­nen. Deshalb habe ich einen hor­i­zon­tal­en CPU-Küh­ler mit hochw­er­ti­gen Kupfer-Heat­pipes bestellt, der nicht im Weg ste­ht. Der kommt bald – keine Sorge.“

Fer­di 🙂: „Das klingt schon logisch, was du sagst. Aber ich hätte nie gedacht, dass das so ein Mam­mut­pro­jekt wird. Wie schaut’s bud­get­mäßig aus?“

Das Foto zeigt das geöffnete Gehäuse eines Serversystems aus der Perspektive eines leicht schrägen Blickwinkels von oben. Die Aufnahme dokumentiert den aktuellen Aufbauzustand der Hardware während der Montagephase eines individuell geplanten Servers. Der Betrachter blickt direkt in das Innere des Gehäuses und erkennt die zentrale Systemarchitektur aus Mainboard, Netzteil, Lüftern und Erweiterungskomponenten. Durch den leicht warmen Farbton des Bildes wirkt die Szene technisch, aber gleichzeitig ruhig und übersichtlich, sodass einzelne Komponenten klar erkennbar sind. Im unteren linken Bereich des Bildes befindet sich eine der wichtigsten Komponenten des gesamten Systems: das Netzteil. Es handelt sich um ein Modell des Herstellers T.F.SKYWINDINTL mit einer Nennleistung von 750 Watt. Das Netzteil trägt eine 80 Plus Gold Zertifizierung und entspricht den ATX-Spezifikationen Version 2.3 beziehungsweise 3.0. Diese Zertifizierung steht für eine hohe Energieeffizienz des Geräts. Netzteile mit diesem Standard erreichen typischerweise Wirkungsgrade von über neunzig Prozent bei mittlerer Auslastung, was bedeutet, dass nur ein geringer Teil der aufgenommenen elektrischen Energie in Wärme verloren geht. Gerade in Systemen, die dauerhaft laufen oder als Server eingesetzt werden, spielt diese Effizienz eine wichtige Rolle, da sie sowohl den Stromverbrauch als auch die entstehende Abwärme reduziert. Das Netzteil ist als vollmodulares Modell ausgeführt. Das bedeutet, dass sämtliche Stromkabel abnehmbar sind und nur diejenigen Leitungen angeschlossen werden müssen, die im jeweiligen System tatsächlich benötigt werden. Diese Bauweise verbessert nicht nur die Übersichtlichkeit im Gehäuseinneren, sondern wirkt sich auch positiv auf die Luftzirkulation aus. Weniger unnötige Kabel bedeuten weniger Hindernisse für den Luftstrom, wodurch die Kühlung der übrigen Komponenten effizienter arbeiten kann. Im Inneren des Netzteils arbeitet ein temperaturgesteuerter 120-Millimeter-Lüfter, der auf einem FDB beziehungsweise HYB-Lager basiert. FDB steht für Fluid Dynamic Bearing und beschreibt eine Lagertechnik, bei der ein dünner Ölfilm zwischen beweglichen Komponenten für eine besonders gleichmäßige Rotation sorgt. Solche Lager gelten als langlebig und zeichnen sich durch einen ruhigen Lauf aus. Das Netzteil passt seine Lüfterdrehzahl automatisch an die aktuelle Last und Temperatur an. Bei einer Systemauslastung von etwa fünfzig Prozent bleibt der Geräuschpegel unter etwa 35 Dezibel, was im normalen Betrieb als sehr leise wahrgenommen wird. Gerade für einen Server, der möglicherweise in einer Büro- oder Arbeitsumgebung betrieben wird, ist ein solch moderater Geräuschpegel ein wichtiger Faktor. Neben der Effizienz und der akustischen Charakteristik spielt auch die elektrische Sicherheit eine entscheidende Rolle. Das Netzteil verfügt über mehrere integrierte Schutzmechanismen. Dazu gehören der Überspannungsschutz, der Unterspannungsschutz, der Überstromschutz, der Überlastschutz, der Kurzschlussschutz sowie ein Überhitzungsschutz. Diese Schutzschaltungen sorgen dafür, dass das System bei ungewöhnlichen elektrischen Bedingungen automatisch abgeschaltet wird, bevor Schäden an Hardwarekomponenten entstehen können. In einem Serversystem, das dauerhaft betrieben werden soll, sind solche Sicherheitsmechanismen ein elementarer Bestandteil der Gesamtzuverlässigkeit. Im oberen Bereich des Bildes erkennt man das Mainboard, ein Modell der ASUS TUF-Serie mit AM4-Sockel. Der CPU-Sockel ist noch unbestückt, was darauf hinweist, dass sich das System noch in einer Aufbauphase befindet. Rund um den Sockel sind die Spannungswandler und Kühlkörper sichtbar, die für eine stabile Stromversorgung des Prozessors sorgen. Die vier Speicherbänke für DDR4-Arbeitsspeicher liegen ebenfalls frei und warten auf ihre spätere Bestückung. Auf der rechten Seite des Gehäuses sind zwei große 120-Millimeter-Lüfter montiert, die den primären Luftstrom im System erzeugen. Sie ziehen kühle Luft von außen in das Gehäuse hinein und leiten sie über Mainboard und Erweiterungskarten hinweg. In Kombination mit einem hinteren Abluftlüfter entsteht ein gerichteter Luftstrom, der die entstehende Wärme effizient aus dem System transportiert. Im linken mittleren Bereich ist außerdem eine Erweiterungskarte im PCI-Express-Slot sichtbar, deren Kühlkörper in roter Farbe ausgeführt ist. Diese Karte erweitert die Funktionalität des Systems, etwa durch zusätzliche Netzwerk- oder Schnittstellenfunktionen. Solche Erweiterungskarten sind typisch für Server- oder Virtualisierungssysteme, bei denen verschiedene Netzwerksegmente oder Dienste voneinander getrennt betrieben werden. Insgesamt vermittelt das Foto den Eindruck eines sorgfältig geplanten Hardwareaufbaus, bei dem jede Komponente bewusst ausgewählt wurde. Das Netzteil spielt in dieser Konfiguration eine zentrale Rolle, weil es die Grundlage für eine stabile Stromversorgung bildet. Durch seine hohe Effizienz, die leise Lüftersteuerung und die umfangreichen Schutzmechanismen trägt es maßgeblich zur langfristigen Stabilität des gesamten Serversystems bei. Computerheld Linz

Ich: „Wir soll­ten hinkom­men. Ich habe bere­its eine zusät­zliche PCIe-Net­zw­erkkarte mit 2,5‑Gigabit-Ethernet einge­baut, weil du mein­test, dass ich das Sys­tem später auch betreuen soll. Ich plane näm­lich eine VM-Fire­wall.“

Fer­di: „Gut mitgedacht. Machen wir so, passt.“

Ich: „Ein vollmod­u­lares Net­zteil mit 80-Plus-Gold-Zer­ti­fizierung sitzt übri­gens auch schon drin. Fer­di, hab ein biss­chen Geduld. Du bekommst ein maßgeschnei­dertes Sys­tem mit sorgfältig aus­gewählten Kom­po­nen­ten – kein Medion-Serien­mod­ell.“

Ich (scherzhaft): „Man Fer­di, ich stelle die Fotos von deinem Serv­er eh aus. Die kannst du deinen Leuten im Bay­lin­er-Yacht-Club zeigen – dann bist du dort der Star.“

Fer­di 😄: „Die inter­essieren sich eher für Old­timer – zum Beispiel einen 300 SL von Mer­cedes.“

Das Foto zeigt das geöffnete Servergehäuse aus einer schrägen Rückansicht, wodurch sowohl die externe Anschlussseite des Systems als auch ein großer Teil des Innenraums sichtbar wird. Die Perspektive erlaubt einen guten Überblick über die mechanische Struktur des Gehäuses, die Stromversorgungseinheit sowie die installierten Kühl- und Speicherelemente. Das Bild ist technisch inszeniert, wirkt jedoch durch einen leichten warmen Farbfilter etwas weicher und weniger steril als typische Produktfotografie. Diese Gestaltung macht das Foto zu einem dekorativen Hardwaremotiv, das im Kontext eines technischen Artikels als visuelle Ergänzung dient. Im unteren Bereich der Aufnahme befindet sich das Netzteil des Systems, das von außen durch das Lüftungsgitter und den Stromanschlussbereich sichtbar ist. Es handelt sich um ein ATX-Netzteil mit 80-Plus-Gold-Zertifizierung und einer Leistungsreserve von 750 Watt. Die Außenseite zeigt die typische Netzbuchse für das Stromkabel sowie den mechanischen Ein- und Ausschalter. Durch das gelochte Metallgitter kann man im Inneren leicht die orangefarbene Struktur der elektronischen Komponenten erkennen. Netzteile dieser Klasse sind auf eine hohe Effizienz und stabile Spannungsversorgung ausgelegt. Gerade in Systemen, die für Virtualisierung oder Serveraufgaben eingesetzt werden, spielt eine zuverlässige Stromversorgung eine zentrale Rolle, da sämtliche Komponenten – vom Prozessor bis zu den Festplatten – von der Stabilität der Versorgungsspannungen abhängen. Direkt oberhalb des Netzteils erkennt man die rückseitige Slotblende des Gehäuses mit mehreren PCI-Express-Steckplätzen. Diese Bereiche sind für Erweiterungskarten vorgesehen, etwa für zusätzliche Netzwerkschnittstellen, Storage-Controller oder andere spezialisierte Hardware. In Serverprojekten werden diese Slots häufig genutzt, um zusätzliche Netzwerkports oder spezielle Controllerkarten zu integrieren, die über die Möglichkeiten des Mainboards hinausgehen. Im rechten Bereich des Bildes öffnet sich der Blick in das Innere des Gehäuses. Dort erkennt man zwei große 120-Millimeter-Lüfter, die an der Front des Systems montiert sind. Diese Lüfter dienen als primäre Frischluftquelle für das gesamte System. Sie ziehen kühle Luft von außen in das Gehäuse und erzeugen damit einen gerichteten Luftstrom, der über Mainboard, Speicherbereiche und Erweiterungskarten hinwegführt. Dieser kontinuierliche Luftstrom ist ein wesentlicher Bestandteil der thermischen Architektur eines Servers. Gerade bei Systemen, die mehrere Datenträger oder dauerhaft laufende Dienste enthalten, verhindert eine stabile Luftzirkulation das Entstehen lokaler Hitzestauungen. Zwischen Netzteil und Frontlüftern sind mehrere grüne Leiterplatten sichtbar, die vertikal montiert sind. Dabei handelt es sich um Speicher- beziehungsweise Adapterplatinen für Massenspeicherlaufwerke. Sie sind Teil des internen Storage-Layouts des Systems und dienen dazu, mehrere Datenträger kompakt im Gehäuse unterzubringen. In solchen Konfigurationen werden häufig mechanische Festplatten oder SSDs in einer vertikalen Halterung montiert, wodurch die Luft der Frontlüfter direkt über die Laufwerke hinwegströmen kann. Diese Bauweise sorgt dafür, dass auch Datenträger, die im Dauerbetrieb arbeiten, zuverlässig gekühlt werden. Im Hintergrund erkennt man außerdem Teile des Mainboards mit seinen Kühlkörpern und Anschlussbereichen. Die Struktur des Boards mit den schwarzen Kühlflächen und den metallischen Slotabdeckungen vermittelt einen Eindruck der gesamten Systemarchitektur. Obwohl der Prozessorbereich in dieser Perspektive nicht vollständig sichtbar ist, lässt sich erkennen, wie die Komponenten räumlich miteinander verbunden sind: Netzteil, Mainboard, Erweiterungskarten, Datenträger und Lüfter bilden zusammen ein geschlossenes thermisches und elektrisches System. Der leichte Vintage-Farbton des Fotos verleiht der Aufnahme eine gewisse Werkstattästhetik. Statt einer klinisch perfekten Studioaufnahme wirkt das Bild wie eine Momentaufnahme während eines laufenden Hardwareprojekts. Genau deshalb eignet es sich gut als dekoratives Element in einem technischen Artikel. Es zeigt keine einzelne spektakuläre Komponente, sondern vermittelt vielmehr einen Gesamteindruck des Systems und seines Aufbaus. Insgesamt dokumentiert das Bild ein sorgfältig strukturiertes PC- beziehungsweise Serversystem, bei dem Luftführung, Stromversorgung und Speicherstruktur bewusst aufeinander abgestimmt sind. Die Kombination aus Frontlüftern, effizientem Netzteil und modularer Speicheranordnung zeigt typische Designentscheidungen, die bei individuell aufgebauten Servern getroffen werden, um Stabilität, Wartbarkeit und langfristige Betriebssicherheit zu gewährleisten. Computerheld Linz

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Ref­eren­zen:

¹Schüßler, Jan: Warum Microsoft 365 nicht mehr trag­bar ist. youtube.com (03/2026).
²Du­mont, Andreas: Es geht auch ohne Microsoft: Office gratis! In: CHIP Nr. 1 (2026). S. 110.
³Hirsch, Chris­t­ian: PC-Verkäufe leg­en trotz Zollchaos und RAM-Knap­pheit zu. In: c’t Nr. 5 (2026). S. 43.