Autor: Veronika Helga Vetter

Laptop langsam in Linz? Wie zwei Filiallaptops einer Bäckerei wieder flott wurden

Wer erin­nert sich noch an die leg­endären Tele­fon­sex-Werbespot­s¹ ver­gan­gener Zeit­en? Hin­ter der Fas­sade führten Haus­frauen immer diesel­ben Gespräche, während sie gle­ichzeit­ig bügel­ten, putzten oder die Schul­jause für ihre zahlre­ichen Kinder her­richteten. Der Tele­fon­di­enst bei Com­put­er­held Linz funk­tion­iert unge­fähr genau­so. Mein häu­fig­stes Kun­denge­spräch begin­nt mit: „Mein Lap­top ist zu langsam.“ Das ist ein­er­seits ganz schön. Mit­tler­weile hat sich herumge­sprochen, dass wir langsame Kröten ohne Daten­ver­lust in Raketen ver­wan­deln kön­nen. Ander­er­seits find­et die „Magie“ nicht auf der Ebene statt, die sich der Anrufer wün­schen würde. Auf das „Mein Lap­top ist zu langsam“ fol­gt näm­lich fast immer noch: „Der müsste ein­mal entrüm­pelt wer­den.“


Der Screenshot zeigt das Diagnoseprogramm CrystalDiskInfo mit den S.M.A.R.T.-Werten (Self-Monitoring, Analysis and Reporting Technology) einer mechanischen Festplatte. Es handelt sich um das Modell TOSHIBA MQ01ABD100M mit einer Bruttokapazität von 1000,2 GB. Bereits auf den ersten Blick fällt links oben der gelbe Status „Caution“ auf. CrystalDiskInfo stuft das Laufwerk damit nicht mehr als fehlerfrei ein, sondern weist auf einen beginnenden Defekt hin. Die aktuelle Betriebstemperatur beträgt 30 °C und ist damit vollkommen unkritisch. Das Problem liegt also eindeutig nicht im thermischen Bereich, sondern in der physischen Integrität der Magnetscheiben.Im oberen Informationsbereich sind zahlreiche technische Details zum Laufwerk zu erkennen. Installiert ist die Firmware-Version AX1P1A, die Seriennummer lautet 86M7P35RT. Die Festplatte ist über UASP (Serial ATA) angebunden und arbeitet aktuell mit einem SATA-Link von SATA/300, obwohl sie SATA/300 und SATA/300 unterstützt. Es handelt sich um eine klassische 2,5-Zoll-Festplatte mit einem 8 MB großen Cache und einer Drehzahl von lediglich 5.400 Umdrehungen pro Minute. Bereits diese technischen Eckdaten machen deutlich, dass es sich um ein Einsteigermodell handelt, dessen Leistungsfähigkeit aus heutiger Sicht – insbesondere im Jahr 2026 – weit hinter modernen SSDs zurückliegt. Die Festplatte wurde laut S.M.A.R.T.-Daten bereits 2.255-mal eingeschaltet (Power On Count) und hat insgesamt 2.878 Betriebsstunden (Power On Hours) absolviert. Auffällig ist dabei, dass die reine Betriebsdauer keineswegs außergewöhnlich hoch ist. Viele mechanische Festplatten erreichen problemlos ein Vielfaches dieser Laufzeit. Die Warnung von CrystalDiskInfo beruht daher nicht auf dem Alter des Laufwerks, sondern auf tatsächlich erkannten Oberflächenfehlern. Im unteren Bereich des Fensters werden sämtliche S.M.A.R.T.-Attribute tabellarisch dargestellt. Die meisten Werte befinden sich im grünen Bereich. So weisen beispielsweise Read Error Rate, Seek Error Rate, Spin-Up Time, Throughput Performance und Seek Time Performance keinerlei Auffälligkeiten auf. Auch die Temperatur ist mit 30 °C absolut unproblematisch. Entscheidend für die gelbe Warnmeldung sind jedoch zwei Attribute: 05 – Reallocated Sectors Count C5 – Current Pending Sector Count Beim Attribut 05 – Reallocated Sectors Count ist als Rohwert 000000000008 zu erkennen. Das bedeutet, dass bereits acht fehlerhafte Sektoren dauerhaft ausgemustert wurden. Erkennt der Festplattencontroller, dass sich ein Sektor nicht mehr zuverlässig lesen oder schreiben lässt, ersetzt er ihn automatisch durch einen Reservesektor aus einem versteckten Ersatzbereich. Dieser Vorgang wird als Reallocation bezeichnet. Jeder einzelne neu zugewiesene Sektor ist ein Hinweis darauf, dass die magnetische Oberfläche bereits erste dauerhafte Schäden aufweist. Noch kritischer ist allerdings das Attribut C5 – Current Pending Sector Count. Hier beträgt der Rohwert 0000000000A0, was 160 schwebenden beziehungsweise instabilen Sektoren entspricht. Diese Sektoren konnten vom Laufwerk nicht mehr fehlerfrei gelesen werden. Die Festplatte versucht deshalb bei jedem Zugriff erneut, die gespeicherten Daten auszulesen. Erst wenn ein erneuter Schreibvorgang erfolgreich ist, verschwindet der Eintrag wieder. Schlägt dies fehl, werden die betreffenden Sektoren dauerhaft ersetzt und erhöhen den Wert des Attributs 05. Genau diese große Anzahl an Pending Sectors erklärt die im praktischen Betrieb beobachteten Symptome. Greift Windows auf einen dieser beschädigten Bereiche zu, startet der interne Fehlerkorrekturmechanismus der Festplatte. Dabei werden dieselben Daten mehrfach gelesen, Prüfsummen berechnet und verschiedene Lesestrategien ausprobiert. Während dieser Zeit blockiert das Laufwerk sämtliche weiteren Zugriffe. Für das Betriebssystem sieht dies wie eine extrem langsame Festplatte aus, tatsächlich wartet Windows jedoch lediglich darauf, dass die Hardware irgendwann eine Antwort liefert. Zugriffszeiten von über 1.000 Millisekunden, eine dauerhaft auf 100 % ausgelastete Datenträgeranzeige im Task-Manager bei gleichzeitig geringer Transferrate sowie eingefrorene Programme sind typische Folgen eines solchen Fehlerbildes. Interessant ist außerdem, dass das Attribut C4 – Reallocation Event Count noch den Rohwert 0 aufweist. Das deutet darauf hin, dass sich viele der problematischen Sektoren zum Zeitpunkt der Diagnose noch im Schwebezustand befanden und noch nicht endgültig ersetzt worden waren. Dies passt sehr gut zum beobachteten Verhalten: Die Festplatte befand sich bereits in einem fortschreitenden Verschleißprozess, versuchte aber weiterhin, fehlerhafte Bereiche auszulesen, anstatt sie vollständig aus dem Datenbestand zu entfernen. Insgesamt zeigt der Screenshot ein typisches Bild einer mechanischen Festplatte, deren Magnetoberfläche bereits deutliche Alterungs- beziehungsweise Beschädigungserscheinungen aufweist. Obwohl Temperatur, Elektronik und Betriebsdauer unauffällig erscheinen, führen insbesondere die acht bereits ersetzten Sektoren und vor allem die 160 schwebenden fehlerhaften Sektoren dazu, dass CrystalDiskInfo das Laufwerk zu Recht mit „Caution“ bewertet. Aus technischer Sicht ist ein weiterer produktiver Einsatz einer solchen Festplatte nicht mehr empfehlenswert. Der Austausch gegen eine SSD ist in diesem Zustand die sinnvollste Lösung, da dadurch nicht nur die drohenden Hardwareausfälle beseitigt werden, sondern zugleich auch die erheblichen Leistungsdefizite einer mechanischen 5.400-U/min-Festplatte entfallen. Computerheld Linz Juli 2026
Mech­a­nis­che Lap­top-Fest­plat­te ist nicht nur langsam, son­dern liegt auch im Ster­ben.

In Zeit­en von “Win­dows as a Ser­vice” ist nichts befriedi­gen­der als Dinge wie WinZip Mal­ware Pro­tec­tor oder PC Dri­ver Helper zu löschen. Dieser Bal­last ist aber nicht die Ursache für langsame Sys­teme. Die Geschwindigkeit eines Betrieb­ssys­tems hängt in erster Lin­ie davon ab, wie schnell Dat­en zwis­chen Arbeitsspe­ich­er (RAM) und Massen­spe­ich­er (HDD/SSD) aus­ge­tauscht wer­den kön­nen. Während der RAM ohne äußere Ein­flüsse prak­tisch unsterblich ist, sind Fest­plat­ten und SSDs Ver­schleißteile — ganz ähn­lich wie Brems­beläge.

Der Screenshot zeigt den Windows-Task-Manager auf der Registerkarte „Leistung“ unmittelbar nach dem Austausch der defekten mechanischen Festplatte gegen eine Fikwot FS810 SSD mit 512 Gigabyte. Angezeigt wird Datenträger 0 (C:), der gleichzeitig als Systemdatenträger und Speicherort der Auslagerungsdatei dient. Das Bild dokumentiert eindrucksvoll den Erfolg der Hardwaremodernisierung, denn sämtliche Leistungswerte bewegen sich nun wieder in einem völlig unauffälligen Bereich.Im oberen Bereich ist das Aktivitätsdiagramm des Datenträgers über einen Zeitraum von 60 Sekunden zu sehen. Die grüne Kurve zeigt, dass die SSD über weite Strecken nahezu im Leerlauf arbeitet. Erst gegen Ende des Messzeitraums sind einige kurze Lastspitzen zu erkennen, die zeitweise bis in den oberen Bereich der Skala reichen. Solche Ausschläge sind bei SSDs vollkommen normal und entstehen beispielsweise beim Starten eines Programms, beim Laden einer Datei oder während Windows kleinere Hintergrundaufgaben erledigt. Auffällig ist dabei, dass diese Lastspitzen nur sehr kurz auftreten und sofort wieder abklingen. Anders als bei der zuvor verbauten Festplatte führen sie nicht mehr zu dauerhaft blockierten Zugriffen oder einem eingefrorenen System. Darunter befindet sich das Diagramm der Datenträgerübertragungsrate. Auch hier sind lediglich einige kurze Ausschläge sichtbar. Die Skala reicht bis 100 MB/s, tatsächlich bewegt sich die aktuelle Datenübertragungsrate jedoch nur im Bereich weniger Megabyte pro Sekunde. Das verdeutlicht, dass das System im dargestellten Moment kaum belastet wird und ausreichend Leistungsreserven besitzt. Die SSD verarbeitet die anfallenden Ein- und Ausgabeoperationen so schnell, dass selbst mehrere gleichzeitige Zugriffe den Datenträger kaum auslasten. Besonders interessant ist der untere Informationsbereich des Fensters. Dort wird eine aktive Zeit von lediglich 11 % angezeigt. Das bedeutet, dass der Datenträger nur einen kleinen Teil seiner verfügbaren Arbeitszeit tatsächlich beschäftigt ist. Noch aussagekräftiger ist jedoch der Wert der durchschnittlichen Antwortzeit, der im Screenshot mit 1,2 Millisekunden ausgewiesen wird. Genau dieser Wert dokumentiert den eigentlichen Leistungsgewinn des SSD-Upgrades. Vor dem Austausch der Festplatte lag die durchschnittliche Antwortzeit während des Windows-Betriebs regelmäßig bei über 1.000 Millisekunden. Ursache waren die zahlreichen fehlerhaften und schwebenden Sektoren der mechanischen Toshiba-Festplatte. Jeder Zugriff auf einen beschädigten Bereich zwang den internen Controller dazu, mehrfach hintereinander Leseversuche durchzuführen und komplexe Fehlerkorrekturen auszuführen. Während dieser Zeit blockierte die Festplatte sämtliche weiteren Zugriffe. Das Betriebssystem musste warten, Programme reagierten nicht mehr und selbst einfache Benutzeraktionen wurden teilweise erst nach mehreren Sekunden ausgeführt. Mit der neuen SSD zeigt sich nun das genaue Gegenteil. Eine durchschnittliche Antwortzeit von 1,2 Millisekunden liegt um Größenordnungen unter den zuvor gemessenen Werten. Anders ausgedrückt: Der Datenträger beantwortet Anfragen nun nicht mehr nach etwa einer Sekunde, sondern praktisch sofort. Genau diese drastisch reduzierte Latenz sorgt dafür, dass Windows unmittelbar auf Eingaben reagiert, Programme ohne spürbare Verzögerung starten und Hintergrundprozesse das System nicht mehr ausbremsen. Links unten werden zusätzlich die aktuelle Lese- und Schreibgeschwindigkeit angezeigt. Beide liegen im Moment der Aufnahme bei jeweils 3,4 MB/s. Auf den ersten Blick wirken diese Werte vergleichsweise niedrig. Tatsächlich sind sie jedoch vollkommen unkritisch, da sie lediglich die momentan tatsächlich benötigte Datenmenge widerspiegeln. Ein weitgehend unbeschäftigtes Windows-System muss keine hohen Datenraten erreichen. Entscheidend ist vielmehr, dass die SSD jederzeit sofort auf neue Anforderungen reagieren kann. Die geringe Auslastung zeigt somit, dass das Betriebssystem nach dem Start seine Hintergrundarbeiten weitgehend abgeschlossen hat und sich wieder im normalen Leerlauf befindet. Auf der rechten Seite bestätigt Windows außerdem die technischen Eigenschaften des Laufwerks. Angezeigt werden eine Kapazität von 477 GB, was der tatsächlich nutzbaren Größe einer nominellen 512-GB-SSD entspricht, der Hinweis „Formatiert: 477 GB“, die Kennzeichnung „Systemdatenträger: Ja“, „Auslagerungsdatei: Ja“ sowie der Laufwerkstyp „SSD“. Damit wird deutlich, dass das geklonte Windows-System vollständig auf die neue SSD übertragen wurde und nun direkt von ihr startet. Der Screenshot dokumentiert damit den erfolgreichen Abschluss der Modernisierung. Während die ursprüngliche Toshiba-Festplatte bereits beim Hochfahren des Systems mit Zugriffszeiten von über einer Sekunde überfordert war und Windows unmittelbar nach der Anmeldung nahezu unbenutzbar machte, arbeitet der Laptop nach dem SSD-Umbau wieder so, wie es von einem modernen System erwartet wird. Der Desktop baut sich ohne Verzögerung auf, Programme starten flüssig, Autostart-Anwendungen werden zügig geladen und selbst mehrere gleichzeitige Hintergrundprozesse bringen das System nicht mehr an seine Grenzen. Gerade bei älteren Notebooks ist dieser enorme Leistungssprung der Grund, weshalb der Austausch einer alternden Festplatte gegen eine SSD häufig die effektivste und zugleich wirtschaftlich sinnvollste Modernisierungsmaßnahme darstellt. PC-Vort-Service Computerheld Linz
Ver­glichen mit ein­er HDD beschle­u­nigt eine SSD das Sys­tem um den Fak­tor 5.

Jed­er kann auch ohne große Fachken­nt­nisse im Win­dows-Task-Man­ag­er selb­st erken­nen, wie es um seinen Massen­spe­ich­er bestellt ist. Liegt die durch­schnit­tliche Antwortzeit des Sys­tem­laufw­erks (C:) dauer­haft über 100 ms, hat man den Flaschen­hals bere­its gefun­den.


Das Bild ist eine stilisierte Illustration im Comic-Look und dient nicht der Dokumentation eines tatsächlichen Ereignisses, sondern der anschaulichen Darstellung des ersten Kundenkontakts. Es greift die wahre Geschichte hinter diesem Reparaturauftrag auf und macht den Ablauf für den Betrachter persönlicher und leichter nachvollziehbar. Die Illustration ist diagonal in zwei Hälften geteilt. Auf der linken Seite befindet sich „Der Wanderbäcker aus Leonding“ in seiner Backstube. Er trägt die typische Arbeitskleidung eines Bäckers mit heller Kochjacke, brauner Schürze und einer schwarzen Mütze. In der linken Hand hält er ein Telefon ans Ohr, während seine rechte Hand mit einer offenen Geste seine Situation unterstreicht. Hinter ihm stehen zahlreiche Regale voller frischer Brotlaibe, im Vordergrund liegen mehrere große Bauernbrote auf einer hölzernen Arbeitsfläche. An der Wand hängt eine Tafel mit der Aufschrift „Frisch aus dem Ofen“, wodurch die Atmosphäre einer traditionellen Handwerksbäckerei zusätzlich unterstrichen wird. Über seinem Kopf befindet sich eine Sprechblase mit dem knappen Satz „Laptop langsam.“ Genau diese Wortwahl passt zum beschriebenen Kunden. Der Bäcker interessiert sich nicht für technische Details, sondern möchte lediglich, dass seine Arbeitsgeräte wieder zuverlässig funktionieren. Tatsächlich hatte er im Internet nach einer Möglichkeit gesucht, seine beiden Filiallaptops schneller zu machen. Über die Suchergebnisse fand er die Telefonnummer von Computerheld Linz und rief noch am selben Abend an – eine Uhrzeit, zu der viele IT-Dienstleister längst nicht mehr erreichbar sind, für einen Bäcker nach Feierabend jedoch oft die erste Gelegenheit bietet, sich überhaupt um organisatorische Dinge zu kümmern. Die rechte Bildhälfte zeigt Veronika Helga Vetter in einer häuslichen Umgebung. Sie trägt ein Headset und hält mit einer Hand ein Bügeleisen auf einem Bügelbrett, während sie gleichzeitig den Anruf entgegennimmt. Diese Darstellung symbolisiert die Rufbereitschaft von Computerheld Linz außerhalb klassischer Bürozeiten. Obwohl sie gerade mit Hausarbeit beschäftigt ist, steht der Kundenservice im Mittelpunkt. Im Hintergrund sind Pflanzen, Bücherregale und ein gerahmtes Motiv mit der Aufschrift „FOCUS – FIX – SOLVE – REPEAT“ zu erkennen – ein augenzwinkernder Hinweis auf den Arbeitsalltag im IT-Service. Ihre Sprechblase enthält lediglich die Worte „Geht klar!“ Mehr braucht es in diesem Moment nicht. Nachdem der Kunde sein Problem geschildert hatte, war sofort klar, dass es sich nicht um ein Thema für eine telefonische Anleitung handeln würde. Noch am selben Abend fuhr Veronika Helga Vetter zur Backstube, holte die beiden Notebooks persönlich ab und brachte sie zur Werkstatt. Gerade für Gewerbetreibende ist dieses Vorgehen ein großer Vorteil, da sie sich nicht zusätzlich um Transport oder Terminabsprachen kümmern müssen und ihre Arbeitsabläufe möglichst wenig unterbrochen werden. Die Illustration transportiert damit eine wichtige Botschaft: Hinter Computerheld Linz stehen echte Menschen, die sich flexibel nach den Arbeitszeiten ihrer Kunden richten. Gerade Handwerksbetriebe, Gastronomie oder andere Unternehmen arbeiten häufig dann, wenn klassische Bürozeiten bereits vorbei sind. Eine schnelle Reaktion und die unkomplizierte Abholung der Geräte können in solchen Situationen entscheidend dazu beitragen, Ausfallzeiten zu minimieren und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Genau diese kundenorientierte Arbeitsweise wird durch die Szene humorvoll und sympathisch vermittelt. Juli 2026

Ich 📱: „Com­put­er­held Linz, grüß Gott!“

Kunde 📱: „Ser­vas! I hob zwoa Lap­tops in da Fil­ial. De san nar­risch langsam. Mochst sowos?“

Ich: „Lassen Sie mich rat­en: Die Lap­tops sind älter als fünf Jahre, es läuft Win­dows 10 und es wurde noch nie etwas daran gemacht.“

Kunde: „Jo. De san scho oid. Mehr waß i a ned.“

Ich: „Warum keine neuen? Im Media­Markt gibt es doch HP-08/15-Note­books für unter 400 Euro pro Stück.“

Kunde: „Und wer richt ma de ein? Do is ois drauf. Des muaß wie­da ren­na.“

Kat­e­gorie Lieblingskunde ❤️
Kein Fach­sim­peln, um meine Qual­i­fika­tion zu über­prüfen. Keine end­losen Erk­lärun­gen und kein Zus­pruch, bevor es los­ge­ht. Stattdessen eine klare Ansage: „Ich habe dich angerufen – jet­zt mach ein­fach.“

Das Foto zeigt die geöffnete Unterseite eines älteren Medion Akoya-Notebooks, dessen Wartungsklappe entfernt wurde, um Zugang zu den wichtigsten Hardwarekomponenten zu erhalten. Der Fokus des Bildes liegt auf der verbauten 2,5-Zoll-Festplatte, die sich im linken unteren Bereich des Gehäuses befindet. Dabei handelt es sich um dieselbe Toshiba MQ01ABD100M mit einer Speicherkapazität von einem Terabyte, deren S.M.A.R.T.-Diagnose im vorherigen Screenshot bereits zahlreiche Oberflächenfehler und schwebende Sektoren offenbarte. Die Festplatte ist in einem klassischen 2,5-Zoll-Einbauschacht montiert und über einen SATA-Anschluss mit dem Mainboard verbunden. Gut erkennbar sind das silberfarbene Metallgehäuse, die typischen Prägungen des Deckblechs sowie das Herstelleretikett mit der Modellbezeichnung. Im Gegensatz zu modernen Solid State Drives (SSDs), die ausschließlich mit elektronischen Speicherchips arbeiten, verbirgt sich unter diesem Metallgehäuse eine klassische Magnetscheibe mit rotierenden Plattern, einem Schreib-Lese-Kopf und mehreren Präzisionsmechaniken. Jede Datei, jede Windows-Komponente und jeder Programmstart erfordert daher mechanische Bewegungen innerhalb des Laufwerks. Bereits konstruktionsbedingt ist eine solche Festplatte deutlich langsamer als eine SSD – kommen zusätzlich physische Defekte hinzu, bricht die Leistung regelrecht ein. Rund um die Festplatte sind weitere Komponenten des Notebooks sichtbar. Im rechten oberen Bildbereich befindet sich ein Teil des Mainboards mit zahlreichen integrierten Schaltkreisen, Spannungswandlern und Leiterbahnen. Auffällig ist außerdem die kupferfarbene Heatpipe des Kühlsystems, die die Abwärme des Prozessors zu einem Lüfter transportiert. Direkt daneben sitzt die CMOS-Knopfzelle, welche die BIOS- beziehungsweise UEFI-Einstellungen auch dann speichert, wenn das Notebook vollständig ausgeschaltet ist. Das Bild vermittelt insgesamt einen guten Eindruck vom Innenleben eines typischen Consumer-Notebooks aus der ersten Hälfte der 2010er-Jahre, dessen Hardware noch konsequent auf mechanische Massenspeicher ausgelegt wurde. Auf der linken Seite ist außerdem der große schwarze Kunststoffbereich des optischen Laufwerks zu erkennen. Ein gelber Warnaufkleber weist darauf hin, dass es sich um ein Laserprodukt der Klasse 1 handelt. Darunter befindet sich das Typenschild des Notebooks mit der Modellbezeichnung Medion Akoya P7640, verschiedenen Zertifizierungslogos sowie weiteren Herstellerinformationen. Die geöffnete Wartungsklappe zeigt, dass Medion bei diesem Modell noch einen vergleichsweise einfachen Zugang zur Festplatte vorgesehen hat. Dadurch lässt sich der Massenspeicher mit wenigen Schrauben ausbauen und gegen ein modernes Laufwerk austauschen – ein Vorteil gegenüber vielen heutigen Notebooks, bei denen Komponenten häufig verklebt oder fest verlötet sind. Besonders interessant wird das Foto im Zusammenhang mit der zuvor ausgewerteten CrystalDiskInfo-Diagnose. Äußerlich wirkt die Toshiba-Festplatte vollkommen unauffällig. Es sind keine Beschädigungen, Verfärbungen oder offensichtlichen Defekte zu erkennen. Genau das macht mechanische Festplatten tückisch: Die eigentlichen Schäden entstehen im Inneren auf der magnetischen Oberfläche der Datenträger und bleiben von außen unsichtbar. Erst Diagnoseprogramme wie CrystalDiskInfo oder das Verhalten des Betriebssystems lassen Rückschlüsse auf den tatsächlichen Zustand zu. Im praktischen Einsatz zeigte sich das Fehlerbild bereits sehr deutlich. Schon der Start von Windows 10 dauerte ungewöhnlich lange. Nach der Anmeldung verschlechterte sich die Situation nochmals erheblich: Während Windows die Autostartprogramme, Dienste und Hintergrundprozesse initialisierte, musste die Festplatte gleichzeitig zahlreiche kleine Dateien lesen. Genau diese vielen zufälligen Lesezugriffe treffen eine bereits beschädigte mechanische Festplatte besonders hart. Aufgrund der zahlreichen schwebenden Sektoren versuchte das Laufwerk immer wieder, fehlerhafte Bereiche erneut auszulesen und interne Fehlerkorrekturen durchzuführen. Jeder dieser Wiederholungsversuche blockierte weitere Zugriffe auf die Festplatte. Die Folge waren Zugriffszeiten von teilweise über einer Sekunde, eine dauerhaft auf 100 % ausgelastete Datenträgeranzeige im Task-Manager sowie ein System, das unmittelbar nach dem Einloggen nahezu vollständig einfror. Anwendungen reagierten nicht mehr, der Desktop baute sich nur verzögert auf und selbst einfache Benutzeraktionen wurden erst nach langer Wartezeit verarbeitet. Damit zeigt dieses Foto den Ausgangspunkt einer typischen Modernisierung älterer Notebooks. Obwohl Prozessor, Arbeitsspeicher und Mainboard für alltägliche Office-Arbeiten häufig noch vollkommen ausreichend sind, wird das gesamte System von einer alternden mechanischen Festplatte ausgebremst. In diesem Fall war der Austausch gegen eine SSD nicht nur ein Leistungsupgrade, sondern aufgrund der bereits diagnostizierten Oberflächenschäden auch eine sinnvolle vorbeugende Maßnahme gegen einen drohenden Datenverlust. Computerheld Linz Juli 2026

Am späten Abend fuhr ich in die Back­stube, um die bei­den Lap­tops abzu­holen. Während ich schon ziem­lich müde war, erledigten die Nachtar­beit­er gut gelaunt ihr Tag­w­erk – begleit­et von dröh­nen­dem Tech­no. Am näch­sten Mor­gen öffnete ich die Geräte und fand, wie erwartet, zwei gute alte 2,5‑Zoll-Festplatten vor. Die mech­a­nis­chen Massen­spe­ich­er drehen gemütliche 5.400 Umdrehun­gen pro Minute und sind im Jahr 2026 längst nicht mehr zeit­gemäß.

Das Foto zeigt denselben geöffneten Medion Akoya-Laptop wie im vorherigen Arbeitsschritt – allerdings nach dem erfolgreichen Austausch des Massenspeichers. Anstelle der zuvor verbauten mechanischen Toshiba-Festplatte befindet sich nun eine moderne 2,5-Zoll-SSD im Laufwerksschacht. Verbaut wurde eine Fikwot FS810 mit einer Speicherkapazität von 512 Gigabyte, die zum Zeitpunkt der Reparatur für rund 65 Euro erhältlich war. Obwohl die Kapazität gegenüber der ursprünglichen 1-Terabyte-Festplatte halbiert wurde, war dies für den Kunden problemlos ausreichend, da auf den beiden Filiallaptops überwiegend Windows, Office-Anwendungen, Browser, E-Mails sowie einige branchenspezifische Programme genutzt wurden. Der zusätzliche Speicherplatz der alten Festplatte wurde im Alltag kaum ausgenutzt. Die SSD sitzt passgenau im vorhandenen 2,5-Zoll-Einbauschacht und nutzt denselben SATA-Anschluss wie die zuvor eingebaute Festplatte. Genau dieser standardisierte Formfaktor macht den Austausch älterer Notebook-Festplatten so unkompliziert. Weder Gehäuse noch Mainboard müssen verändert werden – die SSD wird an derselben Stelle verschraubt und kann vom BIOS beziehungsweise UEFI unmittelbar als normales SATA-Laufwerk erkannt werden. Dadurch eignet sich diese Art der Modernisierung hervorragend, um ältere Notebooks ohne größeren technischen Aufwand wieder alltagstauglich zu machen. Optisch unterscheidet sich die SSD deutlich von ihrem Vorgänger. Während die Toshiba-Festplatte ein silbernes Metallgehäuse mit den charakteristischen Prägungen einer mechanischen Festplatte besaß, präsentiert sich die Fikwot FS810 mit einem schlichten schwarzen Gehäuse und einer aufgedruckten Modellbezeichnung. Im Inneren arbeitet keine Mechanik mehr. Es gibt weder rotierende Magnetscheiben noch bewegliche Schreib-Lese-Köpfe. Stattdessen werden sämtliche Daten auf NAND-Flash-Speicherchips abgelegt, die vollständig elektronisch arbeiten. Dadurch entfallen sämtliche mechanischen Zugriffszeiten, was den größten Geschwindigkeitsgewinn beim Einsatz einer SSD ausmacht. Rund um den neu eingebauten Massenspeicher zeigt das Bild erneut das Innenleben des Notebooks. Rechts oben sind das Mainboard, verschiedene Spannungswandler und Leiterbahnen sowie die kupferfarbene Heatpipe des Kühlsystems zu erkennen. Ebenfalls sichtbar ist die CMOS-Knopfzelle, welche die BIOS-Einstellungen speichert. Links befindet sich weiterhin das optische DVD-Laufwerk mit seinen Herstelleraufklebern und Warnhinweisen. Insgesamt vermittelt das Foto einen sehr guten Eindruck davon, wie wartungsfreundlich viele Notebooks dieser Generation noch aufgebaut waren. Der Massenspeicher lässt sich mit wenigen Handgriffen austauschen, ohne das komplette Gerät zerlegen zu müssen. Technisch markiert dieses Bild den entscheidenden Wendepunkt der gesamten Reparatur. Die zuvor eingebaute Toshiba-Festplatte litt bereits unter fehlerhaften und schwebenden Sektoren. Jeder Zugriff auf beschädigte Datenbereiche führte dazu, dass der interne Controller der Festplatte wiederholt Leseversuche unternahm und dabei sämtliche weiteren Zugriffe blockierte. Gerade Windows 10 reagiert auf solche Verzögerungen empfindlich, da während des Systemstarts zahlreiche Dienste, Treiber und Autostartprogramme gleichzeitig auf den Datenträger zugreifen. Das Ergebnis waren minutenlange Bootvorgänge, Zugriffszeiten von über einer Sekunde und ein System, das unmittelbar nach der Anmeldung praktisch nicht mehr bedienbar war. Mit der SSD verschwinden diese hardwarebedingten Engpässe vollständig. Die Zugriffszeiten sinken von mehreren Millisekunden beziehungsweise im Fehlerfall sogar auf über eine Sekunde auf Werte im Bereich von wenigen Zehntelmillisekunden. Gleichzeitig steigt die sequentielle Datenübertragungsrate erheblich, und auch zufällige Lese- und Schreibzugriffe werden um ein Vielfaches schneller ausgeführt. Besonders bei älteren Notebooks wirkt sich dies deutlich stärker aus als ein schnellerer Prozessor oder zusätzlicher Arbeitsspeicher. Anwendungen starten nahezu ohne Verzögerung, Windows reagiert unmittelbar auf Benutzereingaben und das gesamte System fühlt sich trotz seines Alters wieder flüssig und modern an. Der Einbau der SSD war allerdings nur die halbe Arbeit. Da der Kunde bereits am Telefon ausdrücklich betont hatte: „Do is ois drauf. Des muaß wieda renna.“, musste anschließend der komplette Inhalt der alten Festplatte sektorweise auf das neue Laufwerk geklont werden. Nur so blieben Betriebssystem, Programme, Benutzerdaten und sämtliche individuellen Einstellungen vollständig erhalten. Für den Kunden änderte sich dadurch nichts an seiner gewohnten Arbeitsumgebung – außer, dass der Laptop nach der Modernisierung wieder zuverlässig und mit einer völlig anderen Arbeitsgeschwindigkeit funktionierte. Computerheld Linz Juli 2026

Also tauschte ich die Fest­plat­ten gegen mod­erne Sol­id State Dri­ves (SSDs) aus. Wenn die Lap­tops ohne­hin schon offen waren, gab es gle­ich noch eine Extra­por­tion Liebe: putzi putzi, blasi blasi. Klappe zu – und dann begann die eigentliche Arbeit. Denn der Kunde hat­te gle­ich am Tele­fon gesagt: „Do is ois drauf. Des muaß wie­da ren­na.“ Das bedeutete für mich: Klo­nen statt Neuin­stal­la­tion. Hun­dert­mal gemacht, hun­dert­mal dabei geschwitzt – denn irgen­deine Über­raschung find­et sich fast immer.

Das Foto zeigt ein geöffnetes Medion Akoya-Notebook während der abschließenden Modernisierung des Systems. Auf dem Display ist deutlich der Installationsbildschirm von Windows 11 zu erkennen. Die großflächige blaue Oberfläche trägt die Überschrift „Windows 11 wird installiert“, darunter informiert Microsoft darüber, dass der PC mehrfach neu gestartet wird und der Installationsvorgang einige Zeit in Anspruch nehmen kann. Zum Zeitpunkt der Aufnahme ist der Fortschritt bereits bei 28 % abgeschlossen. Im unteren Bereich des Fensters befindet sich die Schaltfläche „Abbrechen“, während der Mauszeiger mittig auf dem Bildschirm zu sehen ist. Das Notebook steht auf einem hellen Holztisch vor einem Fenster. Durch die Fensterscheibe ist unscharf der Außenbereich mit einem Geländer und grüner Vegetation zu erkennen. Das natürliche Tageslicht sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Arbeitsplatzes. Das Display wird von einem schwarzen Gehäuserahmen eingefasst, in dessen oberem Bereich sich die integrierte Webcam befindet. Unterhalb des Bildschirms ist das Medion-Logo sichtbar. Die Tastatur nimmt den unteren Teil des Fotos ein und zeigt die für diese Notebook-Generation typische vollständige Funktionstastenreihe sowie einen separaten Nummernblock. Links und rechts führen mehrere angeschlossene Kabel aus dem Bild heraus. Rechts ist unter anderem das Netzteil angeschlossen, sodass während des Upgrades eine unterbrechungsfreie Stromversorgung gewährleistet ist – eine wichtige Voraussetzung bei umfangreichen Betriebssystemaktualisierungen. Technisch dokumentiert das Foto den letzten großen Arbeitsschritt der Modernisierung. Bereits zuvor wurde die ursprüngliche, fehlerhafte Toshiba-Festplatte gegen eine neue Fikwot FS810 SSD mit 512 Gigabyte ausgetauscht. Anschließend erfolgte kein Neuaufsetzen des Rechners, sondern ein vollständiges Klonen des bestehenden Datenträgers. Dadurch wurden Windows 10, sämtliche installierten Programme, Benutzerkonten, Dokumente und individuellen Einstellungen sektorweise auf die neue SSD übertragen. Nach Abschluss des Klonvorgangs startete das Notebook zunächst ganz normal wieder mit seinem bisherigen Windows-10-System – nun allerdings bereits von der deutlich schnelleren SSD. Erst auf dieser Grundlage wurde das Windows-11-Inplace-Upgrade durchgeführt. Genau dieses Vorgehen gilt als die saubere und empfohlene Methode, wenn ein bestehendes System modernisiert werden soll, ohne die Arbeitsumgebung des Kunden zu verändern. Beim Inplace-Upgrade wird das vorhandene Windows nicht gelöscht, sondern direkt auf die neue Version aktualisiert. Programme, Benutzerdaten, Drucker, Netzwerkeinstellungen sowie individuelle Konfigurationen bleiben dabei erhalten. Der Anwender findet nach Abschluss der Installation seine gewohnte Arbeitsumgebung nahezu unverändert vor – lediglich das Betriebssystem wurde auf den aktuellen Stand gebracht. Gerade in einem geschäftlichen Umfeld bietet dieses Verfahren erhebliche Vorteile. Viele Unternehmen nutzen über Jahre gewachsene Softwareumgebungen mit branchenspezifischen Anwendungen, individuell eingerichteten E-Mail-Konten, gespeicherten Browserdaten und zahlreichen persönlichen Einstellungen. Eine vollständige Neuinstallation würde nicht nur deutlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, sondern auch das Risiko bergen, einzelne Programme oder Konfigurationen zu übersehen. Durch die Kombination aus SSD-Upgrade, Datenträgerklon und anschließendem Windows-11-Inplace-Upgrade bleibt dagegen die komplette Arbeitsumgebung erhalten, während gleichzeitig sowohl die Hardware als auch das Betriebssystem auf einen aktuellen Stand gebracht werden. Im konkreten Fall war dieser Schritt besonders wichtig, weil Windows 10 seit dem 14. Oktober 2025 keine regulären Sicherheitsupdates mehr erhält. Nachdem die Hardwareprobleme durch den Austausch der defekten Festplatte beseitigt worden waren, sorgte das Inplace-Upgrade dafür, dass das Notebook nicht nur wieder schnell arbeitete, sondern auch langfristig mit einem weiterhin unterstützten Betriebssystem betrieben werden konnte. Das Ergebnis war ein modernisiertes System, das sich für den Kunden praktisch genauso anfühlte wie zuvor – nur deutlich schneller, zuverlässiger und sicherer. Computerheld Linz Juli 2026

Zu guter Let­zt blieb noch das Win­dows-Prob­lem. Ein Geschäft­srech­n­er mit E‑Mail-Pro­gramm, Brows­er und Office-Anwen­dun­gen baut im Laufe eines Arbeit­stages mehrere Tausend Inter­netverbindun­gen² auf. Gle­ichzeit­ig wird die E‑Mail-Adresse eines renom­mierten Bäck­ers regelmäßig mit Phish­ing-Mails und anderen Betrugsver­suchen bom­bardiert.

  • Genau hier set­zt der bere­its erwäh­nte Gedanke hin­ter „Win­dows as a Ser­vice“ an. Microsoft entwick­elt Win­dows kon­tinuier­lich weit­er und schließt laufend neu ent­deck­te Sicher­heit­slück­en.

Voraus­set­zung dafür ist allerd­ings eine noch unter­stützte Win­dows-Ver­sion. Seit dem 14. Okto­ber 2025 bedeutet das: Nur Win­dows 11 erhält weit­er­hin kosten­lose Sicher­heit­sup­dates. Also gab es zum Abschluss noch zwei Win­dows-Inplace-Upgrades.

🐧 Lin­ux eine Option?
Manche Kun­den reagieren lau­nisch, wenn wir sie auf die Risiken eines ver­al­teten Betrieb­ssys­tems hin­weisen. Dabei sehen wir im Arbeit­sall­t­ag regelmäßig, wie schnell nicht mehr unter­stützte Win­dows-Ver­sio­nen kom­pro­mit­tiert wer­den kön­nen. Nutzt jemand seinen Com­put­er auss­chließlich zum Sur­fen, für E‑Mails und Office-Anwen­dun­gen, empfehlen wir Ubun­tu oder Lin­ux Mint. Im Fall des Bäck­ers war das jedoch keine Option. Ein spezieller Etiket­ten­druck­er sowie der Raif­feisen TAN-Gen­er­a­tor macht­en den Umstieg auf Lin­ux unmöglich. Unab­hängig davon empfehlen wir in einem geschäftlichen Umfeld grund­sät­zlich Win­dows – allerd­ings stets in ein­er aktuellen und noch unter­stützten Ver­sion.

💻 Lap­top langsam?

Lassen Sie uns darüber sprechen — wir find­en eine indi­vidu­elle Lösung.

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Com­put­er­held Linz – ehrliche IT-Hil­fe, schnelle Lösun­gen und klare Ansagen.

Ref­eren­zen:

¹Ra­dio Bre­mer­haven: Alter VOX Wer­be­block Nachts: 0190-Num­mern. youtube.com (07/2026).
²Vet­ter, Sascha: Sniffnet unter Ubun­tu: Welche Verbindun­gen baut das Sys­tem auf – und warum Phish­ing dabei eine größere Rolle spielt als Mal­ware. pinguin.gws2.de (07/2026).

Phishing-Mails erkennen: Wie ein einziger Klick Ihren PC kompromittieren kann

Bei Com­put­er­held sehen wir uns immer häu­figer mit Schlag­worten wie Iden­titäts­dieb­stahl, Online-Kon­tenver­lust und Sex­tor­tion kon­fron­tiert. Die meis­ten Fälle wan­dern direkt zur Polizei — wir kön­nen nur bei der Präven­tion helfen. Das ist in Linz und Umge­bung auch bit­ter nötig. Denn obwohl sich laut ein­er Bitkom-Studie 93 % der Men­schen im Inter­net bedro­ht¹ fühlen, lässt sich das Sicher­heit­skonzept pri­vater Lap­tops und Desk­top-PCs oft nur so beschreiben: Katas­tro­phe. Statt echter Sicher­heitsstrate­gie wird im Media­Markt eine Abokarte für McAfee, Nor­ton 360 und WinZip Mal­ware Pro­tec­tor gekauft. „Ein Dri­ver Helper und Sys­tem­clean­er kann auch nicht schaden“, denkt man sich – und instal­liert gle­ich noch mehr Soft­ware oben­drauf. Das Ergeb­nis: Ein ohne­hin schon zugemülltes Win­dows-Sys­tem, auf dem mehrere Secu­ri­ty-Pro­gramme par­al­lel laufen – ohne das eigentliche Haupt­prob­lem zu lösen. Phish­ing.

Sascha Vetter (Systemadministrator) ist technischer Leiter von Computerheld Linz. Die Grafik zeigt erfolgreiche Cyberattacken in Österreich. 67 % der erfolgreichen Angriffe auf Privatpersonen lassen sich auf Phishing-Mails zurückführen. Das ist ein Ergebnis einer Studie aus dem Jahr 2025. Damit sind gefälschte E-Mails das größte Sicherheitsrisiko in Linz und Umgebung. Zum Glück können PC-Vor-Ort-Dienste wie Computerheld Linz die Gefahr eindämmen, indem sie Windows-Systeme nachhaltig härten. In Kooperation mit dem BSI und Jörg Schneider

Für Pri­vat­per­so­n­en ist die Inter­ak­tion mit manip­ulierten E‑Mails nach wie vor die häu­fig­ste Ursache für kom­pro­mit­tierte Sys­teme. Und die Lage ver­schärft sich weit­er: Durch den Ein­satz von KI lassen sich Phish­ing-Mails heute immer schw­er­er von echt­en Nachricht­en unter­schei­den. Die entschei­dende Stelle ist dabei nicht der Viren­scan­ner, son­dern das E‑Mail-Pro­gramm selb­st – in der Regel Microsoft Out­look oder Mozil­la Thun­der­bird. Genau hier entschei­det sich, ob ein Cyberan­griff erfol­gre­ich ist oder rechtzeit­ig erkan­nt wird.

🦠 Opfer sind ganz nor­male Anwen­der

Bere­its im Jahr 2024 waren 36 % der öster­re­ichis­chen Pri­vat­per­so­n­en von einem Cyber-Sicher­heitsvor­fall betrof­fen. Der durch­schnit­tliche Schaden lag bei rund 335 Euro² pro Per­son. Mit dem Ein­satz mod­ern­er KI-Tech­nolo­gien steigt die Zahl der erfol­gre­ichen Angriffe weit­er an.


Kundin 📱 (kurz ange­bun­den): „Hal­lo, ken­nen Sie sich mit Spam- und Phish­ing-Mails aus?“

Ich 📱 (Fris­bee im Hum­mel­hofwald): „Grüß Gott, ja – bei­des ein ziem­lich­es Ärg­er­nis.“

Kundin: „Ich bin Gast­wirtin und bekomme am Tag ungel­o­gen bis zu 800 E‑Mails auf meine GMX-Adresse. Der Com­put­er wird auch vom Per­son­al genutzt – für Reservierungs-Eingänge, Bestel­lun­gen, etc.“

Das Bild ist im Comic-Stil als geteilte Szene aufgebaut. Links sieht man eine Gastwirtin in einem gemütlichen, rustikalen Wirtshaus in Linz. Sie trägt Dirndl, steht zwischen Holztischen und warmem Licht und telefoniert mit besorgtem Gesichtsausdruck. In ihrer Sprechblase steht „Spam? Phishing!“. Die Situation wirkt hektisch und leicht überfordernd – genau wie ihr E-Mail-Postfach. Rechts – aus Sicht des Betrachters – zu sehen: Veronika Helga Vetter. Sie befindet sich draußen im Grünen, vermutlich im Hummelhofwald, sportlich gekleidet und in Bewegung. Während sie telefoniert, wirft sie gleichzeitig eine Frisbee. Ihre Haltung ist locker, kontrolliert und selbstbewusst. In deiner Sprechblase steht „Machen wir!“. Der Kontrast ist bewusst stark gewählt: Links Problem, Unsicherheit und Stress – rechts Lösung, Ruhe und Kompetenz.

Ich (ins Wort fal­l­end): „Und Sie haben jet­zt Sorge, dass eine Phish­ing-Mail durchrutscht und Ihnen das ganze Sys­tem lahm­legt – oder Sie ein­fach nicht mehr jeden Tag 800 Mails löschen wollen. Ver­ste­he ich. Da kann man tat­säch­lich rel­a­tiv gut gegen­s­teuern.“

Kundin 🤔 (unsich­er): „Ich will aber kein neues Pro­gramm kaufen oder ein Abo abschließen. Meine GMX-Adresse ist über 20 Jahre alt – die kann ich nicht ein­fach wech­seln, die ken­nt jed­er. Und ich nutze Thun­der­bird als Mail­pro­gramm … das ist wahrschein­lich alles nicht ide­al.“

Ich: „Doch, genau das ist die richtige Basis. Ein Mail­pro­gramm und ein aktuelles Win­dows – mehr braucht es zunächst nicht.“

🦠 Leis­tung 86 Phish­ing-Schutz für E‑Mail (Out­look & Thun­der­bird)

Weniger Müll im Post­fach, deut­lich mehr Sicher­heit beim täglichen Arbeit­en – ohne Abo, ohne Zusatzpro­gramme.

Kundin: „Kann es sein, dass ich schon betrof­fen bin? Seit ein paar Wochen ist der PC extrem langsam. Wir fahren ihn schon gar nicht mehr herunter.“

Der Split-Screen zeigt einen realen Ablauf eines Phishing-Angriffs, wie er im Alltag tatsächlich passiert – Schritt für Schritt nachvollzogen in einer Testumgebung unter Windows 11 mit Outlook.Im oberen Bereich sieht man zunächst die Ausgangssituation: Eine scheinbar harmlose E-Mail in Outlook mit russischem Betreff („Данные для входа на сайт“ – übersetzt: Zugangsdaten für eine Website). Als Benutzername wird eine dubiose Webadresse angezeigt. Auffällig ist hier: Obwohl Absender, Sprache und Inhalt nicht zusammenpassen, reagiert Outlook nicht. Der enthaltene Link lässt sich ganz normal anklicken – keine Warnung, kein Blockieren. Nach dem Klick gelangt man auf eine täuschend echt gestaltete Login-Seite („Sign in to your account“). Das Perfide daran: Benutzername und Passwort sind bereits vorausgefüllt. Für viele Nutzer wirkt das vertrauenswürdig – nach dem Motto: „Das System kennt mich ja schon“. Tatsächlich wurden hier bereits im Hintergrund Daten vorbereitet oder abgegriffen. Der Benutzer klickt lediglich noch auf „Sign in“ – und bestätigt damit unbewusst den Angriff. Im dritten Bereich wird sichtbar, was parallel im Hintergrund passiert: Der Windows-Taskmanager zeigt den Browserprozess (Microsoft Edge), dessen Auslastung plötzlich stark ansteigt. Innerhalb dieses Prozesses läuft ein zusätzlicher Tab, der als „Bitcoin Mining“ erkennbar ist. Das bedeutet konkret: Der Rechner des Nutzers wird ohne dessen Wissen verwendet, um Kryptowährung für Dritte zu berechnen. Die CPU-Auslastung steigt deutlich an, das System wird langsamer – aber für den Nutzer wirkt es zunächst nur wie „der PC spinnt ein bisschen“. Wichtig dabei: Dieser gesamte Vorgang wird nicht als klassischer Virus erkannt. Warum? Weil der Nutzer den Prozess selbst gestartet hat – durch den Klick auf den Link und den Login. Für Windows, den Browser und auch den Virenscanner sieht das wie legitime Nutzung aus. Weder Microsoft Defender noch Outlook schlagen hier an. Im unteren Bereich zeigt sich die nächste Stufe des Angriffs: Nach kurzer Zeit öffnet sich ein weiteres Fenster mit einem Chatbot. Eine junge Frau wird als „Head of Payout Operations“ dargestellt und vermittelt den Eindruck, dass der Nutzer etwas gewonnen hat. Um die angebliche Auszahlung zu erhalten, sollen nun sensible Daten eingegeben werden – typischerweise PayPal-Zugangsdaten. An diesem Punkt wurde der Test bewusst abgebrochen. Was jedoch bleibt: Der Browser ist bereits belastet und teilweise kompromittiert. Das Mining läuft im Hintergrund weiter und verbraucht Ressourcen – selbst ohne weitere Interaktion. Kernaussage für den Leser: Ein Phishing-Angriff beginnt nicht mit einem Virus – sondern mit einem Klick. Und oft reicht dieser eine Klick bereits aus, damit im Hintergrund Prozesse starten, die weder sichtbar noch offensichtlich gefährlich wirken. Veronika Helga Vetter & Jörg Schneider Mai 2026
Die ersten zwei Teile eines erfol­gre­ichen Phish­ing-Angriffs. Wir haben absichtlich eine virtuelle Mas­chine kom­pro­mit­tiert — nicht nach­machen!

Ich: „Ja, ein langsames Sys­tem ist ein­er von mehreren Hin­weisen darauf, dass ein soge­nan­nter „leichter“ Phish­ing-Angriff bere­its erfol­gre­ich war. Sie klick­en einen Link in ein­er E‑Mail und lan­den auf ein­er Web­seite, auf der Sie irgen­deinen But­ton bestäti­gen sollen. In dem Moment, wo Sie das tun, ist Ihr Web­brows­er oft schon kom­pro­mit­tiert. Häu­fig startet im Hin­ter­grund ein Prozess, der Ressourcen für Bit­coin-Min­ing nutzt. Ihr PC arbeit­et dann unbe­merkt für ein fremdes Wal­let – und wird dadurch spür­bar langsamer.“

Kundin (ent­geis­tert): „Wahnsinn … das kön­nte bei uns tat­säch­lich der Fall sein.“

Ich: „Und das ist nur der erste Teil des Angriffs. Den kön­nen wir noch rel­a­tiv ein­fach beheben. Wenn man den Anweisun­gen weit­er fol­gt, geht es aber deut­lich tiefer. Irgend­wann lan­det man bei einem Chat­bot mit einem pro­fes­sionellen Pro­fil­bild. Dort wird dem Opfer erk­lärt, es hätte etwas gewon­nen – und soll zur Auszahlung seine Pay­Pal-Zugangs­dat­en eingeben. Wenn man diese Kette kom­plett durch­spielt, kann das im schlimm­sten Fall beim Down­load von Schad­soft­ware enden – bis hin zu Ran­somware, die das gesamte Sys­tem ver­schlüs­selt.“

Kundin 🤔 (neugierig): „Kommt das bei uns in Linz oft vor?“

Ich: „Sie wür­den nicht glauben, welche Schä­den wir bei unseren Mal­ware-Checks regelmäßig sehen und beheben. Aber ins Detail darf ich nicht gehen.“

Kundin 😅 (etwas schüchtern, wech­selt die Stimm­lage): „Ich sag’s ehrlich: Ich bin Bau­jahr 1969, geschieden und war län­gere Zeit auf Sin­gle­börsen unter­wegs. Da kom­men ständig E‑Mails, dass sich jemand mein Pro­fil ange­se­hen hat. Ich weiß eigentlich, dass das Fake ist … aber meine Kol­le­gen haben bes­timmt schon mal aus Neugi­er draufgek­lickt.“

Der Screenshot zeigt eine typische Phishing-Mail, wie sie täglich tausendfach im Posteingang landet – und auf den ersten Blick überraschend harmlos wirkt.Im oberen Bereich erkennt man den Absender: „NaughtyLina_x sender@expressremont-stiralka.ru “. Hier steckt bereits der erste klare Hinweis auf einen Betrugsversuch: Der angezeigte Name wirkt persönlich und vertraut („NaughtyLina_x“), während die tatsächliche Absenderadresse aus einer völlig fremden Domain stammt (.ru-Domain, thematisch nicht passend). Diese Diskrepanz ist ein klassisches Merkmal von Phishing-Mails. Der Betreff lautet: „💖 Jemand hat sich dein Profil angesehen 🌸“ Allein diese Formulierung ist bewusst emotional gewählt. Sie zielt direkt auf Neugier, Bestätigung und Aufmerksamkeit ab – insbesondere bei Personen, die bereits Kontakt mit Singlebörsen hatten oder aktuell aktiv sind. Genau diese Zielgruppe reagiert nachweislich häufiger auf solche Nachrichten. Im eigentlichen Mail-Inhalt wird der Empfänger persönlich angesprochen („Hallo bigsash007“) und gleichzeitig eine konkrete Handlung suggeriert: Ein Nutzer („NaughtyLina_x“) habe gerade das eigene Profil angesehen. Darunter befindet sich ein zentral platzierter Button mit der Aufschrift „Profil ansehen“. Technisch betrachtet ist genau dieser Button der kritische Punkt: Er führt nicht zu einer echten Plattform, sondern zu einer manipulierten Webseite, die entweder Login-Daten abgreift oder – wie im vorherigen Beispiel gezeigt – direkt Schadprozesse im Browser startet. Am unteren Rand der Mail finden sich noch scheinbar seriöse Elemente wie „Site Policy“ oder „Terms and Conditions of Use“. Diese sollen Vertrauen erzeugen, sind jedoch in der Regel funktionslos oder führen ebenfalls auf manipulierte Seiten. Warum diese Art von Phishing besonders gefährlich ist: Sie greift keine Technik an – sondern den Menschen. Die Kombination aus persönlicher Ansprache, emotionalem Trigger („jemand interessiert sich für dich“) und einer simplen Handlung („Profil ansehen“) sorgt dafür, dass viele Nutzer aus reiner Neugier klicken. Gerade bei Singles oder Personen mit früheren Accounts auf solchen Plattformen ist die Trefferquote besonders hoch. Und genau dieser eine Klick reicht bereits aus, um die Angriffskette zu starten. Computerheld Linz
Phish­ing-Mails von ver­meintlichen Sin­gle-Börsen sind beson­ders heimtück­isch.

Kundin: „Sie kön­nen also dafür sor­gen, dass ich gar keine Phish­ing-Mails mehr bekomme?“

Ich: „Nein, das ist tech­nisch nicht möglich. Wenn Ihnen jemand aus Rus­s­land eine Postkarte schickt, kön­nen Sie auch nicht ver­hin­dern, dass der Briefträger sie zustellt.

ABER: Wir kön­nen Ihr Sys­tem so härten, dass Phish­ing-Mails zuver­läs­sig erkan­nt, deut­lich markiert und in vie­len Fällen automa­tisch gelöscht wer­den. Zusät­zlich lässt sich die Menge an Spam spür­bar reduzieren. Sie bekom­men also kein Chaos mehr im Postein­gang, son­dern ein sauberes, kon­trol­liertes E‑Mail-Sys­tem – mit klaren Regeln. Und ehrlich gesagt: In Ihrem Fall ist das drin­gend notwendig.“

Kundin 🙂 (zus­tim­mend): „Ja, das auf jeden Fall.“


Der dur­chaus leis­tungs­fähige Gasthaus-PC war tat­säch­lich mit Adware und soge­nan­ntem Cryp­to­jack­ing befall­en. Eine Mitar­bei­t­erin berichtete, sie habe ein­mal „eine App bestäti­gen müssen“, nach­dem sie Tis­chdeck­en bestellt hat­te. Nie­mand erwartet von Angestell­ten in der Gas­tronomie tiefge­hende IT-Ken­nt­nisse – aber sobald Per­son­al einen Geschäftscom­put­er bedi­ent, braucht es zumin­d­est grundle­gende Schu­lung im Umgang mit solchen Sit­u­a­tio­nen. Die erwäh­nte Phish­ing-Mail war übri­gens noch im E‑Mail-Pro­gramm gespe­ichert.

Der Screenshot zeigt eine weitere typische Phishing-Mail, diesmal im Stil einer offiziellen App- oder Bankbenachrichtigung. Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht professionell und seriös gestaltet. Im oberen Bereich steht der Absender „ADVANZIA App“ – ein Name, der bewusst Vertrauen erzeugen soll, da er an reale Finanzdienstleister erinnert. Genau hier liegt bereits ein klassisches Problem: Der angezeigte Name wirkt legitim, sagt aber nichts über die tatsächliche Herkunft der E-Mail aus. Entscheidend wäre die echte Absenderadresse im Hintergrund, die in solchen Fällen oft nicht zur angeblichen Organisation passt. Der Betreff bzw. die zentrale Botschaft lautet: „Wichtige Information zu Ihrer ADVANZIA-App“ Die Formulierung ist bewusst allgemein gehalten, aber gleichzeitig dringlich. Der Text spricht den Empfänger direkt an („Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“) und erzeugt sofort Handlungsdruck: „erneute Übermittlung Ihres Verifizierungsverfahrens erforderlich“ „ohne diese Aktualisierung kann es zu Einschränkungen kommen“ „der Vorgang dauert nur etwa 2 Minuten“ Das sind typische Social-Engineering-Elemente: 👉 Dringlichkeit 👉 vermeintliche Notwendigkeit 👉 minimaler Aufwand Der Nutzer soll möglichst schnell reagieren – ohne lange nachzudenken. Im Zentrum der Mail befindet sich ein großer, auffälliger Button: „Jetzt Verifizierung durchführen →“ Technisch ist genau dieser Button der eigentliche Angriffspunkt. Er führt nicht zur echten Seite eines Finanzdienstleisters, sondern zu einer täuschend echt nachgebauten Login- oder Verifizierungsseite. Dort werden dann sensible Daten abgegriffen – typischerweise Zugangsdaten, Kreditkarteninformationen oder TANs. Das Design unterstützt die Täuschung zusätzlich: Dunkler Hintergrund, klare Typografie, strukturierter Aufbau und ein „Kundenservice“-Hinweis im unteren Bereich vermitteln Professionalität. Für viele Nutzer wirkt das wie eine legitime Systemmeldung. Auffällig ist jedoch bei genauer Betrachtung: Keine persönliche Ansprache mit Namen Keine konkreten Kontodaten oder Referenzen Sehr generische Formulierungen Künstlich erzeugter Zeitdruck Diese Kombination ist typisch für breit gestreute Phishing-Kampagnen. Technische Einordnung: Diese Art von Angriff gehört zu den klassischen Credential-Phishing-Szenarien: Nutzer klickt auf den Button Weiterleitung auf eine Fake-Webseite Eingabe sensibler Daten Daten werden direkt an Angreifer übertragen Optional folgen danach weitere Schritte wie: Missbrauch von Konten Kreditkartenbetrug Kombination mit weiteren Angriffen (z. B. Malware oder Social Engineering) Kernaussage für den Leser: Nicht die Technik der E-Mail ist gefährlich – sondern die Handlung, die sie auslöst. Ein einziger Klick auf „Verifizieren“ kann ausreichen, um Zugangsdaten aus der Hand zu geben.
Unechte E‑Mails von Zahlungs­di­en­stleis­tern sollen typ­is­cher­weise Zugangs­dat­en oder Kred­itkarten­in­for­ma­tio­nen abgreifen.

Des Weit­eren wurde der E‑Mail-Account der Gast­wirtin regel­recht mit soge­nan­ntem Romance- und 419-Scam zugemüllt. Solche Spam-Mails sind tech­nisch unge­fährlich – zumin­d­est solange man nicht darauf antwortet. Auch Nachricht­en von ange­blichen Prinzen aus West­afri­ka, Ärzten auf Ölplat­tfor­men oder Exil­sol­dat­en, die plöt­zlich unsterblich ver­liebt sind, fol­gen fast immer dem­sel­ben Muster. Die gute Nachricht: Solche Scam-Mails lassen sich in der Regel sehr zuver­läs­sig fil­tern und deut­lich eindäm­men.

Der Screenshot zeigt eine klassische Scam- bzw. Vorschussbetrugs-Mail („Advance Fee Fraud“), wie sie seit vielen Jahren massenhaft versendet wird – heute jedoch deutlich professioneller und gezielter als früher.Im oberen Bereich sieht man zunächst die sichtbaren Absenderinformationen der Nachricht. Der Anzeigename lautet schlicht „Hallo“, während die tatsächliche E-Mail-Adresse von einer französischen Bildungsdomain stammt („etud.u-picardie.fr“). Bereits hier fällt ein technischer Widerspruch auf: Die angebliche Identität des Absenders passt weder zum Anzeigenamen noch zur verwendeten Domain. Solche Kombinationen sind typisch für kompromittierte oder missbrauchte Mailkonten. Als Empfänger wird eine private Gmail-Adresse angezeigt. Zusätzlich existiert eine separate „Antwort an“-Adresse („Reply-To“), die wiederum auf eine völlig andere Domain verweist. Genau dieses Verhalten ist ein wichtiges Warnsignal: Antwortet das Opfer auf die Nachricht, landet die Kommunikation nicht beim ursprünglichen Absenderkonto, sondern bei einer anderen Adresse, die speziell für den Betrug eingerichtet wurde. Der Betreff lautet: „Investitionspartnerschaft“ Auch das ist typisch für diese Art von Scam-Mails. Die Formulierung klingt seriös, geschäftlich und bewusst allgemein gehalten. Ziel ist es, Neugier zu erzeugen, ohne sofort offensichtlich unseriös zu wirken. Im eigentlichen Nachrichtentext stellt sich der Absender als „Mohammad Alsharif“ vor und behauptet, eine Familie eines ehemaligen Premierministers der Elfenbeinküste zu vertreten. Angeblich suche man Investitionsmöglichkeiten in den Bereichen Immobilien, erneuerbare Energien und Fertigung. Genau hier beginnt die eigentliche Betrugsmasche. Diese Art von Nachricht gehört zur Kategorie sogenannter „Advance Fee Fraud“- oder „419“-Scams. Anders als klassisches Phishing geht es hier zunächst nicht darum, Passwörter oder technische Zugangsdaten zu stehlen. Stattdessen basiert der Angriff vollständig auf psychologischer Manipulation und langfristigem Vertrauensaufbau. Der Ablauf funktioniert meist in mehreren Stufen: Zunächst wird versucht, durch politische Namen, internationale Geschäfte oder hohe Geldsummen Seriosität und Bedeutung zu vermitteln. Antwortet das Opfer auf die E-Mail, beginnt eine längere Kommunikation. Dabei wird oft der Eindruck erzeugt, man sei Teil eines exklusiven Geschäfts oder könne von einem geheimen Investment profitieren. Im weiteren Verlauf folgen dann typische Forderungen: angebliche Verwaltungsgebühren Notarkosten Steuerzahlungen Überweisungsgebühren Identitätsnachweise Bankdaten Manchmal werden auch gefälschte Dokumente, Reisepässe oder angebliche Verträge mitgeschickt, um Glaubwürdigkeit aufzubauen. Technisch interessant ist dabei: Viele dieser Angriffe verzichten bewusst auf Links oder Dateianhänge. Dadurch umgehen sie klassische Spam- und Virenfilter deutlich leichter. Die eigentliche „Gefahr“ ist hier nicht Schadsoftware – sondern die direkte Kommunikation mit dem Betrüger. Besonders perfide: Wer antwortet, bestätigt damit automatisch, dass die E-Mail-Adresse aktiv genutzt wird und hinter dem Konto eine reale, reagierende Person sitzt. Solche Adressen werden häufig gespeichert, kategorisiert und teilweise sogar an andere Betrügergruppen weiterverkauft. Der Angriff beginnt also nicht mit einem Virus – sondern mit einer einfachen Antwort. Computerheld Linz
419-Scam: Ein afrikanis­ch­er Mil­lionär ver­spricht Mil­lio­nen für eine kleine finanzielle Vor­leis­tung.

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Ref­eren­zen:

¹Geiger, Jörg: Cle­vere Strate­gie gegen KI-Angriffe. In: Chip Nr. 2 (2024). S. 45.
²Deutsch, Daniel: Cyber­crime Risiko Rank­ing: Gefährdungspoten­ziale in Europa. heydata.eu (05/2026).